10:48 Uhr am 16.06.2017 ertönte die Sirene. Ich schaue auf die Uhr - kein Probealarm. Und schon hört man die Martinshörner.
Ich denke noch, es ist irgendwo in Neuwied - irgendwo entfernt. Kein Grund zu schauen und zu stören. Mein Mann kommt ins Wohnzimmer, geht auf den Balkon und dann ruft er mich. Gerade mal diagonal zwei Hausgiebel entfernt ist Rauch zu sehen. Ich denke, vertrau auf die Feuerwehr, lass sie in Ruhe arbeiten.
30 Minuten später- immer noch viel Rauch – so nah.


Dann entschließen wir uns doch über unseren Hinterhof die Straße zur Rheinhöhenstraße zu gehen. Für www.lebendiges-neuwied.de nehme ich die Kamera mit. Vereinzelte direkte Nachbarn stehen hinter der weitläufigen Absperrung. Ein direkter Nachbar tränkt seine hohe „Tanne“, später dann die Hecke, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern.
Allgemein ist mehr Entsetzen wie Neugierde zu spüren.
Ich sehe Herrn Niebergall von der Rheinzeitung und da gehe ich dann „als Presse“ doch näher, um mehr zu erfahren. Keine Personen sind laut damaliger Information zu Schaden gekommen. Gott sei Dank!
Unheimlich viel Rauch und starke Flammen. Ich kann nur staunen über die Feuerwehrleute auf der Bühne, die mit schwerer Montur im dicksten Rauch ihre Arbeit machen.
Ein Feuerwehrmann sitzt auf dem Boden. Alles in Ordnung sagt mir einer der Einsatzkräfte, der gerade Zeit hatte und nicht im direkten Einsatz war. Später lese ich, es ist doch ein Feuerwehrmann verletzt worden ☹.


Viel Arbeit und Einsatz seitens der Feuerwehr und der Einsatzkräfte war notwendig. Aber sie haben das bravourös gemeistert. Wir waren später noch einmal kurz da, als später der Dachstuhl gesichert wurde. Eine Nachtwache hat nachgesichert. Ein perfektes Zusammenspiel der Löschzüge Irlich, Feldkirchen, Niederbieber-Segendorf sowie der Feuerwehrbereitschaft Neuwied und des Löschzugs Engers, der für die Dauer des Einsatzes die Einsatzbereitschaft in der Neuwieder Wache sicherstellte.
Am Brand Tag selber habe ich eigentlich nur Informationen aufgenommen und fotografisch dokumentiert. Einen Tag später, als alles vorbei war, habe ich gefühlsmäßig erst verstanden, wie nah das war. Wie froh wir sein können, dass es so viele fähige Menschen – oft ehrenamtlich- gibt, die für unsere Sicherheit sorgen. Die den Naturgewalten die Stirn bieten.
An dieser Stelle ein ganz, ganz dickes Danke an die Einsatzkräfte und ihren Einsatz!

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