Die Pfarrkirche St. Martin befindet sich in Neuwied-Engers.Sie wurde 1896 in neospätromanischen Formen errichtet. Es ist eine dreischiffige, geräumige Säulenbasilika mit einem Querhaus und einem quadratischen, rhombendachbekrönten Westturm.
Der Innenraum ist gradgewölbt im gebundenen System.

Bereits im 14. Jahrhundert gab es eine gotische Pfarrkirche St. Martin. Diese brannte aber beim großen Stadtbrand von Engers im Jahr 1778 bis auf die Reste desChores ab und wurde 1783 als flach gedeckte Hallenkirch im barocken Stil wieder aufgebaut. Dabei wurde der verbleibene gotische Chor mit integriert.
1896 war die Kirche für die angewachsene Gemeine zu klein und wurde abgerissen.

Die neue Kirche wurde von Josef Moritz in den Jahren 1896/98 nach Plänen des Düsseldorfer Architekten Busch am Standort der alten Kirche erbaut. Ihre feierliche Konsekrierung erfolgte im Jahre 1900.



Die Orgel wurde 1909 fertiggestellt und 1924 wurden vier Bronzeglocken eingebaut, welche 1942 zu Kriegszwecken eingeschmolzen wurden und 1947 durch vier Stahlglocken ersetzt wurden.

1930/1932 wurde die Pfarrkirche durch den Kunstmaler Prof. W. Stucke restauriert und neu gestaltet. Jedoch hinterließ der 2. Weltkrieg seine Spuren, die 1946/1955 ausgebessert wurden.

1959/1960 folgte dann eine totale Neugestaltung des Innenraumes, der dann in den Jahren 1973/1974 gemäß des 2. Vatikanischen Konzils nochmals neu gestaltet wurde.

1974 erfolgte der Neubau der Orgel durch die Firma Sebald aus Trier im Chorraum der Kirche.


Seit dem 21. November 2003 steht die Martinskirche unter Denkmalschutz.

Die Pfarrei gehört zum Dekanat Rhein-Wied im Bistum Trier.




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