Dieses Jahr 2017 steht ganz im Zeichen der Reformation durch Luther – so auch in Neuwied. Und es wurde viel aufgefahren, veinige Events und Höhepunkte stehen bis zum 31. Oktober noch aus. Ganze 1,1 Millionen Euro hat die evangelische Kirche im Rheinland dafür zur Verfügung gestellt. Davon 500.000 € für die insgesamt 38 Kirchenkreise mit ihren Gemeinden. Der Rest stand für übergreifende Projekte, wie z.B. das Theaterstück „Ich fürchte nichts“ bereit.
Grund genug für den evangelischen Kirchenkreis Wied einmal Rückschau und Ausblick zu halten.

von links nach rechts: Pfarrer der Kirchengemeinde Honnefeld Anreas Beck, Jugendreferentin Petra Zupp, Kreiskantor Thomas Schmidt, Superintendent Detlef Kowalski, Öffentlichkeitssreferendin Dorothea Müth, Pfarrer der Marktkirche (Citykirche) Werner Zupp und der Vorsitzende des ökumenischen Ausschusses in Linz Hans-Ulrich Reh


Was kam an, was lockte die Menschen, und was kann man für die Zukunft mitnehmen, diese Frage stellte die Öffentlichkeitsreferentin Dorothea Müth den Anwesenden. Fakt ist, es war eine Menge Arbeit. Wie Pfarrer Andreas Beck von der Kirchengemeine Honnefeld meinte, hätte er vorher gewusst, wie viele Menschen teilnehmen, er hätte Angst bekommen und es sich nicht zugetraut. Aber immer waren helfende Hände da, man rückte zusammen und machte einfach. Pfarrer Andreas Beck geht aus diesem Jubiläumsjahr mit einem sehr gestärkten Selbstbewusstsein heraus.

Pfarrer Werner Zupp von Marktkirche (Citykirche) stellte fest, dass die evangelische Kirche wahrgenommen wurde. In den letzten zwei Jahren waren die Wiedereintritte der Gläubigen doppelt so hoch wie in den zwei Jahren zuvor.

Und auch die Jugend hatte ihren Platz, wie Petra Zupp, Jugendreferentin des Kirchenkreises zu berichten wusste. Man hat darauf verzichtet, alles vorzugeben, sondern hat den Jugendlichen gesagt „Macht, wir stehen hinter Euch“. Und die Jugendlichen nahmen die Herausforderung mit Feiereifer an. So wie z.B. beim Jugendfestival im Naturschwimmbad Ellingen. Die Teenies planten, bereiteten vor, führten gelungen aus und waren auch alle beim Aufräumen dabei. Selbst die Suche nach Sponsoren haben sie ganz alleine übernommen. Bei der Veranstaltung gab u.a. eine alkoholfreie Cocktailbar und einen von den Jugendlichen gestalteten Mitternachtsgottesdienst. Und wer das Naturschwimmbad kennt, weiß, wie dunkel es da in der Nacht ist und wie toll die Sterne leuchten. Gebetsfähnchen wurden aufgehängt, es gab eine Lichtshow, Hennatätowierungen und noch einiges mehr. Das Ganze war so ein Erfolg, dass man es wiederholen will.

Ein weiters Highlight war das Kindermusical Martin Luther, dass ich selbst erleben durfte.

Thomas Schmidt, der Kreiskantor erinnert sich gerne zurück an die ökumenische Nacht der Kirchenmusik. Das waren fünf Stunden Programm mit 400 Beteiligten und erstaunlicherweise blieben viele, viele Besucher von Anfang bis Ende.

Hans-Ulrich Reh, Vorsitzender des Ökumene Ausschusses Linz erwähnte u.a. den ökumenischen Buß – und Versöhnungsgottesdienst, der überraschend stark angenommen wurde. Oder auch an die ökumenische Thesentür. 250 Menschen haben eigene Thesen angeschlagen oder andere unterstützt.

Einhellig stellten alle fest, dass die Events, bei denen die Kirche nach draußen zu den Leuten geht überraschend gut angekommen sind, wie z.B. der Gottesdienst am Deichvorgelände in Neuwied. Dieser ist auch dem Superintendenten Detlef Kowalski gut im Gedächtnis geblieben.

Zwar könne man diese Mammutzahl der Events nicht in den kommenden Jahren so halten, aber einige werden bestimmt wiederholt werden. Der normale Gottesdienst, „einer vorne trägt vor“, ist nicht so erfolgreich, wie das „auf die Menschen zugehen“.

Positiv fanden es auch alle, dass dieses Jubiläum anders wie die zuvor, ganz im Zeichen der Ökumene stand. Das war so nicht wirklich geplant, aber sehr willkommen.

So steht nun der Abschlusstag des Jubiläums am 31.Oktober 2017 im Zeichen von „Healing of Memories“. Ein Begriff, der eigentlich aus der Apartheit stammt. Man geht aufeinander zu und versucht, vergangene Wunden gegenseitig zu heilen. Nähere Infos zu den Gottesdiensten und Veranstaltungen an diesem Tag, wie auch zu dem Festgottesdienst in Feldkirchen um 15 Uhr mit Solisten und Chören aus Altwied und Feldkirchen und Barock-Orchester, und findet man hier:
http://www.lebendiges-neuwied.de/Schedule-show-Reformationsfest-baut-am-Frieden-event-8961.html

Ein weiteres noch ausstehendes Highlight ist: „Wie der Reformator dem Kaiser trotzt: Luther in Worms“
Hier kann man die Reformation als Oper erleben.
Mehr dazu hier: http://www.lebendiges-neuwied.de/Schedule-show-Wie-der-Reformator-dem-Kaiser-trotzt-Luther-in-Worms-event-8847.html

Also, wer noch ein wenig Luther, bzw, Reformation erleben möchte, sollte sich zumindest diese beiden Termine vormerken.

Hier gibt es vom OK4 Kamal in Neuwied ein Video zur Pressekonferenz: https://www.youtube.com/watch?v=tjL8tdJI0MI&t=11s

Im OK zu sehen am: 29.10.2017 Sonntag 09:00 Uhr 02.11.2017 Donnerstag 11:36 Uhr 03.11.2017 Freitag 21:00 Uhr 05.11.2017 Sonntag 09:14 Uhr

Foto unten: Pfarrer der Kirchengemeinde Honnefeld Anreas Beck, Superintendent Detlef Kowalski, Jugendreferentin Petra Zupp, Superintendent Detlef Kowalski, Kreiskantor Thomas Schmidt, Öffentlichkeitssreferendin Dorothea Müth, der Vorsitzende des ökumenischen Ausschusses in Linz Hans-Ulrich Reh und Pfarrer der Marktkirche (Citykirche) Werner Zupp