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Altmedikamente belasten Abwasser und Umwelt

Stadt Neuwied

Zum Weltwassertag am 22. März: Nicht über Toilette oder Spüle entsorgen


NEUWIED. Zum Weltwassertag am Sonntag, 22. März, mahnen die Servicebetriebe Neuwied (SBN) und das Kreiswasserwerk (KWW) den schonenden Umgang mit der lebenswichtigen Ressource an. Vor allem Medikamente sind nach wie vor ein Problem bei der Aufbereitung der Abwässer. Und im Grundwasser gibt es zwar noch keine Nachweise einer Belastung, das könnte sich aber ändern.

Der Weltwassertag wird seit 1993 jährlich am 22. März begangen und steht jedes Jahr unter einem anderen Thema. Im Jahr der Verabschiedung der neuen globalen Ziele nachhaltiger Entwicklung steht er 2015 unter dem Motto „Wasser und nachhaltige Entwicklung“. Globale Ziele sind eine Sache, der Umgang im persönlichen Haushalt eine andere. „Die richtige Entsorgung von Medikamenten wird vor dem Hintergrund eines stetig zunehmenden Medikamentenkonsums immer wichtiger“, erklärt Klaus Gerhardt, Geschäftsfeldleiter Abwassertechnik bei den SBN. „Arzneimittel gehören zum Alltag - von der Kopfschmerztablette bis hin zu komplexen Präparaten zur Bekämpfung schwerer Erkrankungen. Fakt ist aber auch, dass viele Medikamente durch den Abfluss entsorgt werden.“ Das Problem: Sie sind oft gar nicht oder nur sehr langsam biologisch abbaubar. „In unseren Klärwerken haben wir zwar modernste Technik, aber es ist und bleibt ein Problem. Ein hausgemachtes und unnötiges dazu.“ Diskutiert wird vom Gesetzgeber wegen der Belastung der Abwässer daher bereits eine vierte Reinigungsstufe. Ob und wann sie kommt, ist noch unklar. Klar ist: Finanziert wird dieser vorgeschriebene Ausbau dann vom Gebührenzahler.
Die unsachgemäße Entsorgung von Medikamenten gehört zu den wichtigsten Ursachen für die Belastung unseres Abwassers, sagt auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BdEW) und zitiert eine repräsentative Umfrage. Der  zufolge entsorgen 47 Prozent der Deutschen flüssige Medikamentenreste falsch, nämlich über die Spüle oder die Toilette. Die  Verschreibung von oftmals überdimensionierten Packungsgrößen oder belastete Gülle als Dünger in der Landwirtschaft tun ein Übriges. Schon heute gelangen täglich mehrere Tonnen Medikamente über die Kanalisation in die Gewässer.
Altmedikamente gehören in den Restmüll. Häufig werden sie auch von den Apothekern als Service angenommen, obwohl eine Rücknahmepflicht nicht mehr besteht.
Heute kann eine Gesundheitsgefährdung aufgrund von Arzneimittelrückständen im Trinkwasser nach derzeitigem Kenntnisstand noch ausgeschlossen werden, sagt Udo Engel, der bei den SWN auch die Betriebsführung des Kreiswasserwerks leitet: „Wir führen immer wieder Kontrollen unseres Trinkwassers durch. Rückstände von Medikamenten liegen, wenn überhaupt, unter der Nachweisgrenze.“ Dennoch sei klar, dass Tausende Tonnen Medikamente und Altmedikamente, die jährlich in Wasserkreislauf gelangen, auf Dauer auch dem Grundwasser schaden: „Und dass ist nur eine von vielen Belastungen, denen unser Wasser ausgesetzt ist. Darüber lohnt es nicht nur nachzudenken. Man kann ja auch leicht etwas dagegen tun.“

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