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Eine Region kämpft um den Erhalt von Arbeitsplätzen

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Neuwied, 14. November 2017. Nachdem thyssenKrupp verkündet hatte, eine Fusion mit Tata eingehen zu wollen, war jedem klar, dass dies zu Veränderungen an allen thyssenKrupp-Standorten führen kann.

So hat auch die Belegschaft der Rasselstein GmbH in Andernach mit seinen 2.400 Beschäftigten eine Vielzahl von offenen Fragen. Stellvertretend für die Beschäftigten bemüht sich der Betriebsrat mit seinem Betriebsratsvorsitzenden, Wilfried Stenz, um deren Beantwortung. Es gibt noch keine verbindlichen Aussagen zu Standortgarantien, Arbeitsplatz- und Beschäftigungssicherung und nicht zuletzt zu wichtigen strategischen Investitionen. Auf einer außerordentlichen Betriebsversammlung am
7. November 2017 hat die Belegschaft dem Betriebsrat und der IG Metall das Mandat gegeben, weiter für den Erhalt der Arbeitsplätze zu kämpfen.

Nicht nur in Andernach, sondern auch an allen übrigen Standorten das gleiche Bild: thyssenKrupp lässt seine Belegschaften mit den Sorgen und Nöten alleine. Die IG Metall sieht vor diesem Hintergrund keine andere Möglichkeit als mit den Belegschaften dem berechtigten Unmut Ausdruck zu verleihen und zu einer Großkundgebung aufzurufen. Erstmals in der Geschichte der IG Metall-Geschäftsstelle Neuwied sind die Beschäftigten der übrigen thyssenKrupp Standorte aufgerufen sich an der Demonstration am 23. November in Andernach zu beteiligen. Ein Marsch wird sich ab 10 Uhr am Rasselstein-Werk in Andernach auf den Weg machen und sich an der Ecke Koblenzer Straße, Konrad-Adenauer Allee mit einem weiteren Zug vom Güterbahnhof kommend verbinden, um dann zum Kundgebungsplatz in den Rheinanlagen in Andernach zu marschieren. Es wird mit bis zu 7.000 Teilnehmern gerechnet. Neben zahlreichen Funktionären und Vertretern aus der Politik werden unter anderem Frau Andrea Nahles, Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Detlef Wetzel, ehemaliger Erster Vorsitzender der IG Metall und Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender thyssenKrupp Steel Europe, Günter Back, TKS- Betriebsratschef und Jörg Köhlinger, Bezirksleiter der IG Metall Bezirk Mitte zu den Teilnehmern sprechen. Vor diesem Hintergrund sind alle Bürgerinnen und Bürger und im Besonderen die ehemaligen „Rasselsteiner“ eingeladen, ihre Solidarität mit den thyssenKrupp Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu bekunden. „Die IG Metall Neuwied freut sich mit möglichst vielen Teilnehmern ein deutliches Zeichen gegen das Verhalten des Managements von thyssenKrupp zu setzen. Wir erwarten eine transparente Information zu den Auswirkungen an den Standorten. Sollte dies in der Zukunft nicht der Fall sein, wird es zu weiteren deutlichen Reaktionen der Belegschaft kommen“, so Markus Eulenbach, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Neuwied.

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