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SBN haben schon mehrere Hundert Nistkästen aufgehängt

Stadt Neuwied

Einst als Schutz für Rosskastanien, jetzt als zusätzliche Brutplätze

Neuwied. Vier Jahre ist es her, dass die Servicebetriebe Neuwied (SBN) Nistkästen an den Bäumen aufhängten, um der Kastanienminiermotte auf natürlichem Weg den Garaus zu machen. Die Methode hat sich bewährt. Doch die SBN installieren jedes Jahr weitere Nistkästen, denn natürliche Brutplätze sind rar geworden.

In Irlich und Feldkirchen ist ein Trupp der SBN unterwegs, um Nistkästen aufzuhängen. „Allein hier werden 50 Kästen neu installiert“, sagt Matthias Michels und freut sich, denn neben den Meisen nutzen auch Kleiber und Gartenrotschwanz die „Unterkunft“.

In Irlich und Feldkirchen hängt SBN-Mitarbeiter Matthias Michels neue Nistkästen auf, während Rudi Heumann die Leiter sichert. Über die vergangenen Jahre ist die Zahl der Nistkästen auf rund 500 in Neuwied gestiegen. Ein Stück Naturschutz mitten in der Stadt.

Auch für die anderen Ortsteile wurden zusätzliche neue Nistkästen angeschafft, wie Marion Stoltz von den SBN erläutert: „Gerade im Siedlungsgebiet oder städtischen Raum ist das wichtig. Wir hegen und pflegen unseren Baumbestand. Aber für die Vögel gibt es immer weniger Bäume mit Höhlungen, die als natürliches Nest für die Gelege taugen.“
Etwa 15.000 Bäume gibt es im Stadtgebiet. Entstanden ist die Idee mit den Nistkästen aus der Not. Rosskastanien gehören zum Stadtbild von Neuwied und zieren viele Grünflächen – wie etwa im Schlosspark, am Jüdischen Friedhof oder in Alleen. Ein kleines Insekt macht den Bäumen aber seit etwa 25 Jahren zu schaffen. Die Kastanienminiermotte legt ihre Eier ab dem Frühling auf die aufgehenden Blätter ab. Die Raupen fressen regelrechte Tunnel in die Blätter und saugen das Blattgrün heraus. „Wenn das passiert, sehen betroffene Bäume schon im Sommer herbstlich braun aus“, sagt Gärtnerin Stoltz. Bis zu drei Generationen des gefräßigen Schädlings machen sich jedes Jahr über die Bäume her. Die Motten verschärfen das „Kastaniensterben“, das seit einigen Jahren durch ein Bakterium hervorgerufen wird. Vor vier Jahren ging man dazu über, 100 Nistkästen für Kohl- und Blaumeisen aufzuhängen. Sie haben die Miniermotte, die ursprünglich auf dem Balkan zuhause war, im wahrsten Sinne des Worts zum Fressen gern: Sie picken Larven und Puppen des Insekts aus den befallenen Blättern und füttern damit ihre Jungen im Nest. „Das hat sich bewährt und wir haben das Problem auf natürliche Weise im Griff“, so Stoltz. „Ohne Chemie.“
Bäume sind die grüne Lunge der Stadt. Der Aufwand mit den Nistkästen ist nicht klein, aber überschaubar: Im Herbst werden sie abgenommen, um sie zu reinigen, im Frühjahr kommen sie wieder raus. „Wir haben inzwischen bestimmt an die 500 Kästen im ganzen Stadtgebiet. Manchmal sehen wir dann, dass der Kasten gar nicht bewohnt war und hängen dann an anderer Stelle auf. Vögel sind empfindlich. Es kann zu zugig sein oder die Sonne knallt zu sehr auf das Gelege“, sagt Marion Stoltz. Wer einen Garten am Haus hat, der sollte besonders auf die Brutgelegenheit achten: „Eine bessere Bekämpfung von Schädlingen an Kohl, Salat oder Obstbäumen kann es gar nicht geben.“

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Samstag, 15. Dezember 2018

    

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