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Vielen Migranten fehlen Abschlüsse

Stadt Neuwied

Handwerkskammer informierte über berufliche Integration

Das Anerkennen ausländischer Berufsabschlüsse ist kein leichtes Unterfangen. Die Handwerkskammer Koblenz informierte nun Migrationsexperten über Möglichkeiten und Grenzen.

Immer mehr Geflüchtete schließen Integrationskurse oder Sprachkurse ab und suchen nach einer beruflichen Perspektive. Neben Maßnahmen zur beruflichen Integration rückt momentan das Verfahren der Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen in den Vordergrund. In einer Informationsveranstaltung, zu der die Handwerkskammer (HwK) Koblenz hauptamtliche Integrationsakteure aus der Region eingeladen hatte, ging es um Themen wie Anerkennungsberatung, Anpassungsqualifizierung und Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz. Aus Stadt und Kreis Neuwied nahmen Hilde Janzing-Schanz, die Koordinatorin des „Team Flüchtlinge“ beim Jobcenter, Dr. Martin Correll, der Bildungskoordinator für Neuzugewanderte, und die städtische Integrationsbeauftragte Dilorom Jacka teil.

 Die Berufsbildungsexperten der HwK Koblenz Stefan Gustav und Michael Müller informierten Hilde Janzing-Schanz, Koordinatorin beim Jobcenter des Kreises Neuwied, Dr. Martin Correll, Bildungskoordinator für Neuzugewanderte, und die städtische Integrationskoordinatorin Dilorom Jacka (von links).

Stefan Gustav, Berufsbildungsexperte der HwK Koblenz, unterstrich, dass für die Kammer die Themen Qualifizierung von Personen mit Migrationshintergrund und Beurteilung ausländischer Berufsabschlüsse nicht neu seien. Schon seit Jahren habe die HwK mit Kindern türkischer Gastarbeiter, Migranten aus den Balkanstaaten und Aussiedlern zu tun, die ausgebildet werden oder ihre Berufsabschlüsse anerkannt bekommen wollen. Mit dem großen Zuzug von Flüchtlingen habe diese Aufgabe eine neue Dimension gewonnen. Gustav stellte klar: „Die wesentliche Voraussetzung für eine Anerkennung ist ein staatlich anerkannter Berufs- oder Fortbildungsabschluss - und zwar auf Basis eines mindestens einjährigen, geordneten Ausbildungsgangs. An dieser „formalen Berufsqualifikation“ scheitern laut Gustav jedoch schon viele Antragsteller. Diese verfügten zwar nicht selten über Erfahrung und Kompetenz, nicht aber über einen formalen Abschluss. In solchen Fällen versucht die HwK,  verstärkt auf „nonformale“ Fertigkeiten zu achten, um Betroffenen eine berufliche Integration zu ermöglichen.

Michael Müller, Anerkennungs- und Qualifizierungsberater der HwK Koblenz berichtete über das vom Europäischen Sozialfonds finanzierte Projekt „Integration durch Qualifizierung“ (IQ). Es informiert Interessierte unter anderem über die Möglichkeiten einer Anpassungsqualifizierung und zu deren Finanzierung. Bei einem Rundgang durch das Kompetenzzentrum für Gestaltung, Fertigung und


Kommunikation der HwK Koblenz erhielten die Teilnehmer interessante Einblicke in verschiedene Handwerksberufe. Dabei wurden auch die Unterschiede zwischen der deutschen und der ausländischen Berufsausbildung rasch deutlich.   

Später gab es Gelegenheit zur Diskussion mit Experten. Hilde Janzing-Schanz vom Jobcenter des Landkreises Neuwied berichtete über die Arbeit des „Team Flüchtlinge“ und schilderte die Ausgangslage vieler Neuzuwanderer, die von fehlenden Abschlüssen und Erfahrungsmangel in qualifizierten Berufen geprägt sei. Um die Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu fördern, hat das Jobcenter einen „Integration Point“ eingerichtet, bei dem zahlreiche Organisationen kooperieren, unter anderem die HwK Koblenz und das IQ-Netzwerk Rheinland-Pfalz. Ergänzend dazu stellte Dilorom Jacka klar, dass es in Neuwied auch ehrenamtliche Strukturen gebe, die Geflüchteten auf dem Weg in Arbeit oder Ausbildung, aber auch bei Anerkennung der Berufsabschlüsse begleiten. Dazu gehört neben den vielen engagierten Flüchtlingshelfern das Rotary-Lions-Inner Wheel-Integrationsprojekt“, deren geschulte Ehrenamtliche wöchentliche Sprechstunden in der VHS Neuwied anbieten und Ratsuchende unterstützen.

Gustav warb abschließend für pragmatisches Handeln.  Er betonte: „Vielen Betrieben ist bekannt, dass Geflüchtete oft keine Schul- oder Berufsabschlüsse besitzen. Daher nehmen sie keine Auszubildende ohne vorheriges Praktikum auf.“ Dennoch  haben bisher zahlreiche Neuzugewanderte in Handwerksbetrieben einen Ausbildungsplatz gefunden. Denn Handwerk biete allen Menschen, die etwas können und leisten wollen, eine gute berufliche Perspektive. Ganz nach dem Motto des Handwerks: „Uns ist nicht wichtig, woher du kommst, sondern wohin du willst.“

 

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Montag, 23. Juli 2018

    

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