Weiter oben auf dem Berg findet man mit der Marienkapelle - oder umgangssprachlich „Heilijehäusje“ eine weitere christliche Anlaufstelle. Wie diese Gedenkstätte oberhalb von Irlich entstanden ist, bleibt weiterhin im Dunkeln. Rolf Wienen, Verfasser des Irlicher Heimatboten, umschreibt die Entstehung in der Ausgabe des Jahres 2013 so: „Das hohlheilige Häuschen, steht an dem Wege nach Rodenbach, auch an dem Wege, der von Feldkirchen herüberführt, oberhalb Irlich, und es sind allerhand Vermutungen über dessen Entstehung.

Foto Richard Weber, Irlich

Einige sagen, es sei aus der Zeit der Reformation, oder kurz nachher. Es sollen nämlich an dieser Stelle sich Zweien getroffen haben, ein Irlicher, und einer aus dem Feldkircher Kirchspiel. Sie hätten daselbst sich in einen Wortwechsel wegen der Religion eingelassen, der Irlicher wüthend wegen Schimpfung auf die katholische Religion von Seiten des Feldkirchers habe denselben dort erschlagen. Nun habe den Irlicher das Gewissen gedrückt und er habe daselbst dieses hohlheilige Häuschen erbaut.“
Ob es wirklich so war, kann aber nicht belegt werden. Aber wenn es so wäre, dann hätten einige wenige Teile dieser heiligen Mauern teilweise mindestens 500 Jahre auf dem Buckel. Natürlich wurde das Gebäude regelmäßig renoviert, erweitert oder umgebaut. Der größte Bauabschnitt startet im Oktober des Jahres 1865 mit dem Bau der Kapelle hinter dem Heiligenhäuschen. Fast ein Jahr dauerte es hier bis zur Fertigstellung. Am 08. September 1866 gab es die erste Rosenkranzandacht und sechs Wochen später erfolgte die Einsegnung.

Foto: Tom Hardt

Erst 68 Jahre später stand eine erneute Renovierung an. Das Irlicher Unternehmen Baldus & Seyl ersetzte tragende Holzpfeiler durch Ziegelsteinpfeiler, um das Dach des Heiligenhäuschens vor der Kapelle vor dem Einsturz zu bewahren. Fast zwanzig Jahre später erfolgten weitere Sanierungsarbeiten. Neben den Kriegsschäden hatte ein Fahrer der Besatzungsmächte mit seinem Fahrzeug unfreiwillig den Vorbau der Kapelle, also das sogenannte Heiligenhäuschen, zerstört. Erst 1953 waren auch all diese Schäden beseitigt. Renovierungen blieben in den folgenden fast 80 Jahren ständiger Begleiter der Marienkapelle. 1973 wurde der Vorbau abgerissen. Erneut war es das Irlicher Unternehmen Baldus & Seyl, welches die Arbeiten durchführte. Bis heute gab es noch zwei weitere Renovierungen und Anstriche dieses Kleinods in der Irlicher Gemeinde.

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