zeigte  am Sonntagmittag einen Rheinstand von 6,30 Meter an

Trotz schönen Wetters kamen nur wenige Menschen in den Schlosspark

NEUWIED (jüg). Zerstörungen ungeahnten Ausmaßes, mehr als 100 Tote in den Katastrophengebieten an der Ahr in Rheinland-Pfalz und an der Erft in NRW ! Die nicht zu bändigen Fluten zerstörten Häuser, Straßen und öffentliche Einrichtungen. Menschen  stehen vor dem Nichts und trauern um Familienangehörige und Nachbarn.  Politiker und Politikerinnen kommen in die Katastrophengebiete und sind fassungslos. Sie versprechen Hilfe auf allen Ebenen, wobei zu hoffen ist, dass die  Behörden solche versprechenden Zusagen auch in vollem Umfang erfüllen können,  denn die betroffenen Menschen sind verzweifelt und  dankbar wenn Feuerwehren, Technisches Hilfswerk. DRK und vielerlei soziale Institutionen konkrete- praktische  bzw. finanzielle Hilfe realisieren.

Foto: Jürgen Grab

Die Einwohner in rheinischen Landen hingegen erleben zwar in diesen Tagen ihr zweites Hochwasser in diesem Jahr, doch in Neuwied verhindern verschlossene Deichtore  wiederum das Vordringen der Wassermassen in die Innenstadt und die spazierengehenden Neuwieder Bürger und Bürgerinnen  schauen interessiert zu, als sich der Rhein über seine eigentlichen Uferbegrenzungen hinwegsetzt , aber doch den Menschen die Möglichkeit lässt, an bzw. auf der Deichmauer spazieren zu gehen. Von der Stadt her konnten  die Bürger und Bürgerinnen allerdings nicht mehr in den Schlosspark kommen, denn die Senke , dort, wo normalerweise der Getränke- und Imbissstand seht und auch ein „Strandfeeling“ erlebt werden kann , dort hatten sich die Fluten breit gemacht und verhinderten den Durchgang in den Park.

 

Foto: Jürgen Grab

Allerdings bestand die Möglichkeit diesen über die Prinz-Viktor-Straße zu erreichen, um in er „grünen Lunge“ von Neuwied  zu verweilen. Dies jedoch war nur bis zum Ausang über den Deich in Richtung der Straße „Am Schlosspark“ möglich. Denn in diesem Bereich hatten sich in einigen Senkungen Wasserlaachen breit gemacht, die ein Weitergehen in Richtung Wiedbrücke unmöglich machten. Wer zuvor bzw. anschließend jedoch den Weg in Richtung Rheinufer ging, hatte das Glück bis in Höhe des Schlosses gelangen zu können,  konnte allerdings auf diesem Weg nicht  aus dem Park hinausgehen . Wenn auch bei einem solchen Rundgang durchaus idyllische Ausblicke mit im Wasser stehenden Bäume und Sträuche  bzw. in  der Wasserspiegelung zu entdeckede Häuserfassaden  zu erkennen  waren,  so  war es doch ziemlich unangenehm  festzustellen, dass  bei den Ruhebänken oft erhebliche Müllablagerungen zu  entdecken waren, die offenkundig dort von unerfreulichen Zeitgenossen einfach liegengelassen worden sind, obwohl Müllheimer in ausreichender Zahl vorhanden sind.

 

Foto: Jürgen Grab

Wie vermerkte doch  kürzlich ein zugezogener Neuwieder Bürger die Situation so zutreffend: „Wir können noch heute und immer wieder dem  vormaligen Bürgermeister Robert Krups  dankbar sein, dass er diesen steinernen und erdenen Deich geschaffen hat, der Neuwied in wunderbarer Weise vor den  Fluten des Rheines schützt“.

 

Fotos Jürgen Grab