Ein Zauber – und ein Selbstor lassen überlegene Gäste aus Engers in Mülheim-Kärlich scheitern
SG 2000 Mülheim-Kärlich – FV Engers 2:0 (2:0)

Fotos: Irene Appel und Jürgen Grab

Mülheim-Kärlich (jüg) Die Enttäuschung von FV-Trainer Sascha Watzlawik und die Freude von SG-Coach Thomas Arzbach über einen doch eher seltsamen Spielverlauf mit einem  überraschenden Endergebnis war nur allzuverständlich. Hatten die Gäste von der anderen Rheinseite doch phasenweise eine unübersehbare Feldüberlegenheit demonstriert, die geradezu auffällig war, aber dennoch ohne Torerfolg blieb. Hierzu muss jedoch festgehalten werden, dass die  Gastgeber in ihren ungewohnten dunkelblauen Trikots eine Abwehrleitung bot, die geradezu als sensationell bezeichnet werden kann. Wenn auch  die heimischen Zuschauer (insgesamt müssen es wohl mehr als 400 gewesen sein) über zwei Tore (wovon jedoch eines ein Eigentor war) für die  SG jubeln konnten, so  hatten doch die zahlreich mitgereisten Fans aus dem Neuwieder Stadtteil nahezu während der gesamten Partie durchaus gehofft, dass aus der Feldüberlegenheit ihrer Mannschaft auch entsprechende Treffer herausspringen würden.

 

Vor allem in der zweiten Halbzeit entwickelte sich zudem eine äußerst kämpferische Partie, in der etliche Fouls das Spielgeschehen prägten, wobei das UnparteiischenTrio mit Schiri Jan-Vincent Ritter aus Münchweiler allerdings durchaus eine respektable Leistung bot, wobei verständlicherweise vornehmlich die Schlussphase mit zwei Gelb-Roten Karten (je eine für beide Teams) und einer Roten Karte für den Engerser Meinert) für einige Aufregung bei Spielern, Trainern und Zuschauern sorgten. Obwohl der Engerser Torwart Safet Husic weniger beschäftigt war als sein Gegenüber Michael Wall, der seiner Mannschaft wiederum ein zuverlässiger Rückhalt war, war der Engerser Keeper doch der unglücklichere der beiden Spieler, musste er doch zum einen den sensationellen Treffer durch Jan Hawel hinnehmen, dessen Schuss in der 32. Minute  von der rechten Strafraumgrenze eine unnachahmliche Flugbahn nahm und im rechten Toreck landete.

Das zweite Tor resultierte aus einem Eigentor von Andi Brahaj nur vier Minuten später, der in der 76. Minute sein persönliches Waterloo erleben musste weil er nach wiederholtem Foulspiel die Rote Karte gezeigt bekam. Zwar konnte sich FV-Trainer Sascha Watzlawik davon überzeugen, dass seine Jungs wirklich alle Hebel in Bewegung gesetzt haben aus ihrer Überlegenheit auch entsprechendes Kapital zu schlagen und diese auch in Tore umzumünzen, doch die bedingungslose Einsatzbereitschaft der Gastgeber war ausschlaggebend, dass der 2-Tore-Vorsprung aus der 1. Halbzeit zwar gefährdet war aber letztlich nicht eleminiert werden konnte. Hierfür erhielten die Abwehrspieler Spieler um Marcus Fritsch und Jan Heinrich besonders großes Lob von Trainer Thomas Arzbach, die allesamt ihre Energie und Zweikampfstärke optimal eingesetzt haben, um schließlich diesen ersten Sieg in der neuen Saison gemeinsam mit den heimischen Zuschauern  feiern zu können.

Es spielten bei der SG 2000: Wall, Marcus Fritsch, Birkner, Frohn, Scheu, Seker, Platzek (Cristoph Fritsch); Madanoglu (Dohmen), Hawel (Michael Rönz), Steinmetz (Willma).
Für Engers traten an: Husic, Gietzen, Splettstößer, Lukas Klappert, Meinert, Brahaj, Finkenbusch (Runkel),Schlesiger (Hermann), Naric (Grzobic), Kap, Sören Klappert (Kesikci).