Kirchengemeinde Maria-Himmelfahrt und Caritas Andernach sammelten für Flutopfer
Im Rahmen der Andernacher Kulturnacht, die Anfang September Corona-bedingt im kleineren Rahmen stattfand, meldete sich auch die Caritas Andernach mit einem eigenen Stand zu Wort. Auf dem Domplatz erinnerte sie mit Fotos, einer verschmutzten Schubkarre und schlammverschmierten Spielsachen an die Ahrtal-Flutkatastrophe. Auch die direkt an der Ahr gelegene integrative Kindertagesstätte St. Hildegard in Bachem ist von der Flut betroffen. Die gezeigten Bilder führten die Katastrophe vor Augen.

(Von rechts) Hugo Nowicki – Vorsitzender des Caritasrats, Dienstellenleiterin Margret Marxen-Ney – Caritas Andernach, und Christoph Schmitz – Vorsitzender des Caritasverbands, sprachen mit den beiden Besuchern über die tolle Aktion, die am Ende 970 Euro für Flutopfer erbrachte.  Foto: E.T. Müller

So sammelte der Caritasverband an seinem Stand in Andernach für von der Flut betroffene Menschen. Gemeinsam mit der Kirchengemeinde Maria-Himmelfahrt konnte man an einer Glockenführung teilnehmen und wurden von Christoph Schmitz, dem Vorsitzenden des Caritasverbands Rhein-Mosel-Ahr e.V., oder Dekanatskantor Burkhard Esten mit viel Kenntnis in den Glockenstuhl des Mariendoms geführt. So lernten die Besucher die fast 2.000 Kilogramm schweren Glocken kennen, die teilweise im 14. und 17. Jahrhundert gegossen wurden. Bei dieser beeindruckenden Führung, die von der Kirchengemeinde gemeinsam mit der Caritas angeboten wurde, konnten die Gäste selbst entscheiden, „wie viel ihnen die Führung wert ist.“ Am Sonntag konnte sich jeder für eine freiwillige Spende von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Caritas-Projekts „Fit für die Pflege“ seinen Blutdruck messen lassen. „Flutenten“ gab es für eine Spende von mindestens 15 Euro. Auch diese Spenden gehen zu 100 Prozent an die Fluthilfe. Für Kirchengemeinde und Caritas ist es eine große Freude, dass am Ende auf 970 Euro zusammengekommen waren. Ein Zeichen der Solidarität, das in Andernach für die Ahr gesetzt wurde.