Bürgermeister Peter Jung zeichnet Kita St. Michael aus

Die Stadt Neuwied hat ein großes Ziel: Sie will die erste kinderfreundliche Kommune in Rheinland-Pfalz werden und beteiligt sich daher am Bundesprogramm „Kinderfreundliche Kommune“ der UNICEF und des Deutschen Kinderhilfswerk. Dafür muss die Stadt eine Handlungsstrategie entwickeln, die alle Neuwieder Kinder und Jugendliche mit all ihren Rechten in den Mittelpunkt einer umfassenden kinder- und jugendfreundlichen Politik stellt. Das umfasst unter anderem, faire und gleiche Bildungs- und Teilhabechancen für ein gutes Aufwachsen zu schaffen sowie die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei Belangen, die sie direkt betreffen, sicherzustellen.

 Bürgermeister Peter Jung überreicht den erstmals verliehenen Neuwieder Kinderrechte-Award an Erzieherin Simone Rockenfeller (Mitte) und Anke Otterbach-Grosch, Leiterin der katholischen Kindertagesstätte „St. Michael“ in Feldkirchen.

Der offizielle Termin zum Start des Programms „Kinderfreundliche Kommune“ mit Vertretern des deutschen UNICEF-Vereins und des Deutschen Kinderhilfswerk steht noch aus, doch bis dahin will Bürgermeister Peter Jung als verantwortlicher Jugenddezernent nicht warten. Daher hat er bereits in der vergangenen Woche gleich zwei neue Projekte an den Start gebracht.

Zunächst hat er den erstmals verliehenen Neuwieder Kinderrechte-Award an die katholische Kindertagesstätte „St. Michael“ in Feldkirchen übergeben. „Uns ist es wichtig, diejenigen Institutionen besonders zu würdigen, die die Kinderrechte kontinuierlich zum Thema ihrer pädagogischen Arbeit machen“, erläutert Jung. „Zukünftig werden wir jedes Jahr eine Institution, die regelmäßig Projekte im Rahmen der Woche der Kinderrechte realisiert, mit diesem Award auszeichnen. Er ist mit einem Preisgeld von 300 Euro versehen, den die Einrichtung für ihre wertvolle pädagogische Arbeit nutzen kann.“ „Die katholische Kita St. Michael beteiligt sich mit eigenen Projekten schon seit fünf Jahren an der Woche der Kinderrechte“, fügt Sonja Jensen von der Fachstelle Partizipation des städtischen Kinder- und Jugendbüros an. „Ich haben mich schon mehrfach selbst davon überzeugt, mit welch überaus großem Engagement die Erzieherinnen gemeinsam mit den Kindern die Kinderrechte in schönen Projekten zum Thema machen.“

Des Weiteren hat Bürgermeister Jung mit einem Projekt begonnen, das ihm besonders am Herzen liegt. Dessen Motto lautet „Fragt den Bürgermeister“. „Wenn man Kinder und Jugendliche ernst nehmen will und sie mit ihren Bedürfnissen und  Interessen in den Mittelpunkt seiner Überlegungen stellt, funktioniert das nur über die unmittelbare Auseinandersetzung mit deren Ideen und Ansichten“, betont Jung. Bei „Fragt den Bürgermeister“ sucht Jung den direkten Kontakt mit Kindern und Jugendlichen und besucht sie zukünftig auf Spielplätzen, in Einrichtungen und in Schulen. Auftakt war ein Gespräch mit einer dritten Klasse der Marienschule, die sich im Rahmen der Woche der Kinderrechte mit dem Thema „Was wissen Erwachsene über Kinderrechte“ beschäftigt hatte.