Neuwied – Beim Sommerfest der BBS Heinrich-Haus erhielt die Schule die offizielle Urkunde: Sie darf nun zwei weitere Jahre den Titel „Fairtrade-School“ tragen. Darauf sind Schulleitung, die betreuende Lehrerin sowie die Schüler sehr stolz, schließlich hängt so eine Re-Zertifizierung von einigen Faktoren ab. Vor zwei Jahren bekam die BBS Heinrich-Haus den Titel Fairtrade-School als erste im Kreis Neuwied verliehen.

Übergeber der Urkunde sind das Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz sowie der Verein TransFair. Im Unterricht beschäftigen sich die Schüler mit dem Thema fairer Handel und in den Pausenverkäufen werden fair gehandelte Produkte wie Schokolade, Bananen und Kaffee angeboten.

Foto © BBS Heinrich-Haus : Johannes Richter ist einer der Schüler, der während des Tags der offenen Tür den Verkaufsstand mit fair gehandelten Produkten betreute und den Besuchern Lust auf Fairtrade machte.

In diesem Schuljahr war es die Klasse Berufsvorbereitungsjahr Förder (BVJ Fö b), die in einem gemeinsamen Team mit Lehrerin Margit Beckmann, Schulleiter Heinz Schüller und FSJ-lerin Celina Neumann ihre Aktionen vorbereiteten. Zunächst recherchierten die sieben Mädchen und Jungen zum Thema Fairtrade. Dann fanden in Kooperation mit dem Entwicklungspolitischen Landesnetzwerk (ELAN) zwei Projekttage zum Thema „Faire Ernährung“ statt.

Und ob beim Tag der offenen Tür oder beim Sommerfest – sie waren mit ihrem Verkaufsstand dabei. Zusätzlich wurden während des Projektunterrichts in den Pausen Waffeln aus fairen Zutaten verkauft und seit einigen Wochen befindet sich im Lehrerzimmer ein ständiger Verkaufsstand mit fair gehandelten Produkten. Dokumentiert wird das Ganze zudem im speziellen Fairtrade-Blog.

 


Wir stecken dahinter: Das Heinrich-Haus
Das Heinrich-Haus in Neuwied ist ein modernes, soziales Dienstleistungsunternehmen für Menschen mit Behinderung im nördlichen Rheinland-Pfalz. Hier kümmern sich tagtäglich mehr als 1.000 Mitarbeiter um 1.600 Menschen und deren Ansprüche. Hier leben und lernen Schulkinder, lernen Jugendliche mit Behinderung einen Beruf, arbeiten Erwachsene in den Werkstätten und leben alte Frauen und Männer im hiesigen Seniorenzentrum. In erster Linie wird im Heinrich-Haus dem Alltag und Leben eine Struktur gegeben. Pädagogen, Pflegefachkräfte, Case Manager und Ausbilder haben ein Ziel: Die Menschen mit Behinderung fit zu machen – beispielsweise für den ersten Arbeitsmarkt. Deshalb gibt es im Heinrich-Haus zahlreiche Bereiche, die eigenständig arbeiten – wie die Schreinerei, der Garten- und Landschaftsbaubetrieb Culterra sowie der CAP-Markt. Das reale Arbeitsleben wird dort eins zu eins abgebildet und ermöglicht somit den Übergang in ein Wirtschaftsunternehmen.