Programm

September/Oktober 2021

 

Unser Programm wurde ausgezeichnet vom Land Rheinland -Pfalz von 2004 bis 2021

Liebe Besucherinnen und Besucher!

Ein vollgepacktes Programm mit spannenden und international ausgezeichneten Filmen haben wir für die kommenden zwei Monate für Sie zusammengestellt. Besonders hinweisen möchten wir auf den Film „Die Unbeugsamen“ und auf „Mali Blues“. Diesen Film zeigen wir in Kooperation mit dem Eine-Welt-Laden e.V.,  EIRENE und den Steuerungsgruppen der Fair Trade Towns von Kreis und Stadt Neuwied.

Es gelten weiter die jeweils aktuell Corona-Regelungen des Landes Rheinland-Pfalz und des Landkreises Neuwied. Wir bitten Sie ausdrücklich, die geltenden Schutz- und Verhaltensregeln zu beachten, denn wir wollen, dass Sie sich bei dem Kinobesuch sicher fühlen und gerne wieder ihr Minski-Programm besuchen. Katen können Sie über eine Online-Buchung zur Sitzplatzreservierung auf www.kinoneuwied.de erwerben oder aber an der Abendkasse kaufen. Zur Ermöglichung der Nachverfolgung von Infektionen unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen muss eine Gästeliste erstellt werden, dies ist auf einem entsprechenden Online-Formular möglich auf der Internetseite unter „kinoneuwied.de“ oder vor Ort im Schauburg Kino. Als weitere Möglichkeit, können Sie über die Luca-App einchecken.  

Wir freuen uns auf einen zahlreichen Besuch und wünschen Ihnen anregende Stunden in ihrem Programmkino.   

 

Ihre Programmgestalter

 Michael Mertes                                                                                          Texte und Kritik zusammengestellt

und die Filmbetriebe (FTB) Weiler                                                      von Michael Mertes

 

 

 

 

 

 

 

Mittwoch,

01.09.2021

 

Beginn

20.00

Ende ca.

21.55

Uhr

Frei ab

6 Jahren

„Rosas Hochzeit „   

 

Die Mittvierzigerin Rosa möchte ihrem Leben neben neuen Schwung auch eine andere Richtung geben, nachdem sie sich viele Jahr für alle anderen gelebt hat. Ob im Beruf als Bühnenbildnerin oder bei der Versorgung der Kinder ihres Bruders. Rosa will sich nicht mehr ausnutzen lassen und will als Zeichen hierfür sich selbst heiraten. Damit stößt sie jedoch bei ihrer Familie auf wenig Gegenliebe. Dieser spanische Film ist eine charmante und temperamentvolle Komödie um eine Frau, die aus ihrem bisherigen Leben ausschert, bevor sie unter der Last ihrer zahllosen Verpflichtungen zusammenbricht, mit einer groß aufspielenden Hauptdarstellerin.

 

Spanien 2020/ Buch: Iciar Bollain, Alica Luna; Regie:  Iciar Bollain

Darsteller:  Candela Pena, Sergi López, Nathalie Poza, Ramón Barea, Paula Usero

 

 

 

Mittwoch,

08.09.2021

 

Beginn

20.00

Ende ca.

21.50

Uhr

 

Frei ab

6 Jahren

 

Gemeinsamer Vorschlag der Gleichstellungsbeauftragten und des Minski-Teams:

 

„Die Unbeugsamen“        

 

Der ausgezeichnete Dokumentarfilm ist eine sehr spannende und bewegende Chronik der westdeutschen Politik von 1950 bis zur Wiedervereinigung. Der Film schildert auf beeindruckende und stimmige Weise in einem sehenswerten Rückblick die Geschichte der Politikerinnen in der Bonner Republik und wirft damit auch ein Schlaglicht auf den Machtmissbrauch, sexuelle Gewalt und das Thema Emanzipation und Feminismus. Durch die stimmigen Interviews und die aufbereiteten Fakten und Bilder zeigt der Film, wie sich die Politikerinnen jedweder Couleur ihre Teilhabe am demokratischen Prozess im Bonner Parlament erstreiten und erkämpfen mussten. Großes Politisches Kino und dabei sehr unterhaltsam. Absolut sehenswert.

 

Deutschland 2020/ Drehbuch und Regie: Thorsten Körner

Darsteller:  Marei-Elisabeth Klee (CDU), Christa Nickels (Die Grünen), Herta Däubler Gmelin (SPD), Renate Schmidt (SPD), Renate Hellwig (CDU), Ingrid Matthäus-Maier (FDP/SPD), Ursula Männle (CSU), Elisabeth Haines (SPD), Renate Färber-Husemann (Journalistin)

 

 

 

 

Mittwoch,

15.09.2021

 

Beginn

20.00

Ende ca.

22.22

Uhr

 

Frei ab

6 Jahren

 

 

 

 

“Mali Blues “

 

Dieses intensive musikalische Roadmovie ist nicht nur ein pulsierender Musikfilm, sondern auch ein eindringliches Statement für Frieden und Toleranz. Der Regisseur Lutz Gregor erzählt in seinem Film von engagierten Künstlern, die sich für ihre bedrohte westafrikanische Heimat einsetzen. Seitdem fundamentalistische Islamisten den Norden des Landes unter ihre Kontrolle gebracht haben, ist Musik und Tanz im Wüstenstaat verboten, Instrumente werden zerstört und Musiker bedroht.

Diesen Film zeigen wir in Kooperation mit dem Eine Welt-Laden e. V., EIRENE und den Steuerungsgruppen der Fair Trade Town von Stadt und Kreis Neuwied.

Im Anschluss an den Film gibt es Gelegenheit zum Filmgespräch und Austausch mit dem Länderreferenten von EIRENE, Herrn Daniel Diedouboum. Sehr zum Besuch empfohlen.

Deutschland 2016/ Buch:/ Regie:  Lutz Gregor

Darsteller: Fatoumata Diawara, Bassekou Kouyaté Master Soumy, Ahmed Ag Kaedi

 

 

 

 

Mittwoch,

22.09.2021

 

Beginn

20.00 Uhr

Ende ca.

21.50

Uhr

 

Frei ab

6 Jahren

 

 

 

Gemeinsamer Vorschlag der Gleichstellungsbeauftragten und des Minski-Teams:

 

“Nomadland”    

 

Fern (hervorragend gespielt von Frances McDormand) ist eine ältereFrau, die nach dem wirtschaftlichen Niedergang der Mine in ihrer Heimatstadt und dem Tod ihres Mannes, mit ihrem Van durch die USA zieht, immer auf der Suche nach Arbeit, mal hier mal da für unterschiedlich lange Zeit. Sie ist damit Neuling in der Welt der modernen Nomaden, die Anschluss an kurzzeitige Gemeinschaften finden, bevor sich ihre Wege wieder trennen. Regisserin Chloé Zhao hat dieses emphatische und vorwiegend mit Laien besetzte Frauenportrait sorgfältig recherchiert und schildert mitfühlend aber nie sentimental die schwierigen Lebensumstände ihrer Figuren. Der Film baisert auf dem Sachbuch von Jessica Bruder. Er wurde mit 3 Oscars, 2 Golden Globes und im Jahr 2020 mit dem Goldenen Löwen auf dem Filmfestival in Venedig ausgezeichnet. Frances McDormand -bekannt aus Three Billboards outside ebbing Missouri- in einer weiteren starken Rolle.

 

USA 2020   / Buch und Regie: Cloé Zhao

Darsteller:  Frances McDormand, David Strathairn, Gay DeForest, Patricia Grier, Linda May Angela Reyes

 

 

 

Mittwoch,

29.09.2021

 

Beginn

20.00

Ende ca.

21.55

Uhr

 

Frei ab

12 Jahren

 

 

 „Und morgen die ganze Welt „  Besucherwunsch  Prädikat:  besonders wertvoll 

 

Lisa (Mara Emde), aus guten Verhältnissen stammend, hat ihr Jurastudium gerade erst begonnen und ein stabiles Umfeld. Dennoch ist sie innerlich aufgewühlt wegen der politischen Situation in Deutschland. Für sie ist klar, dass man etwas gegen die stärker politisch werdende Recht und populistische Parteien etwas tun müsse. Gemeinsam mit Gleichgesinnten beschließt sie den Hetzern Gegenwehr zu zeigen. Unter den politischen Aktiven sind jedoch auch Leute, die vor Gewaltaktionen nicht zurückschrecken. So steht Lisa vor der Entscheidung, ob sie ihre Zukunft, die sie durch Beteiligung an Gewaltaktionen verbauen könnte, wichtiger sind als ihr gesellschaftliches Anliegen. Mara Emde wurde für ihre Leistung beim Filmfestival in Venedig im vergangenen Jahr mit dem Preis für die beste Schauspielerin ausgezeichnet. Ein mutiger Film, engagiertes politisches Kino. Absolut sehenswert.

 

Deutschland/Frankreich 2020, Buch: John Quester, Regie: Julia von Heinz

Darsteller: Mala Emde, Noah Saavedra, Tonio Schneider, Andreas Lust

 

 

 

 

 

 

Mittwoch,

06.10.2021

 

Beginn

20.00

Ende ca.

21.55

Uhr

 

Frei ab

12 Jahren

 

 

 

 

 

„ Nahschuss”  Prädikat: besonders wertvoll  

 

 Dr. Franz Walter möchte zu einem Auslandsjahr in Äthiopien reisen, wird aber bereits am Flugzeug abgeholt. Er wird zu seiner alten Professorin gebracht, die ihm inAussicht stellt, dass er ihr nachfolgen kann. Er müsse aber zuerst für den Auslandsgeheimdienst tätig werden. Walter nimmt das verlockende Angebot an, weil damit auch Privilegien verbunden sind. Bald aber hadert er jedoch damit, dass er nicht mehr forschen kann und als Teil eines Systems, dass einen Republikflüchtling der BRD beschattet, beginnt er, sich zu verändern. Er will aus dem immer enger werdenden Teufelskreis aus Zuckerbrot und Peitsche ausbrechen, wird abere leztlich daran zerbrechen. Der Film basiert auf den realen Hintergründen von Dr. Werner Teske, der als letzter Mensch 1981 in der DDR zum Tode verurteilt wurde. Die Autorin Franziska Stünkel hat sich mit diesem Film einem Teil deutsch-deutscher Geschichte angenommen, der nicht so bekannt ist. Der Film ist absolut sehenswert und dies nicht nur wegen Lars Eidingers eindringlichem Spiel der Hauptfigur.

Deutschland 2021 / Buch und Regie: Franziska Stünkel

Darsteller:  Lars Eidinger, Devid Stiesow, Luise Heyer, Paula Kalenberg, Peter Benedict, Viktoria Trautmansdorff, Andreas Schröders, Moritz Jahn

 

 

Mittwoch,

13.10.2021

 

Beginn

20.00

Ende ca.

22.55 Uhr

 

Frei ab

6 Jahren

„Der Hochzeitsschneider von Athen „            

 In der Familie von Nikos hat der Beruf des Schneiders Tradition. Er selbst ist immer perfekt und stilvoll gekleidet und damit die beste Werbung für sein Geschäft. Aber er muss feststellen, dass immer weniger Menschen Wert auf das Engagement eines Schneiders legen. So ist es nicht verwunderlich, dass ein Geschäft zunehmend in die roten Zahlen gerät und er überlegen muss, wie er sich mit seiner Arbeit über Wasser halten kann. Kurzerhand baut er sich einen fahrbaren Marktstand zusammen, um ab sofort Brautkleider zu schneidern, was sich als gewinnbringendes Geschäft entpuppt. Unterstützt wird er dabei von der attraktiven – aber verheirateten- Nachbarin Olga. Eine sympathische Geschichte um einen menschenscheuen Herrenschneider, der sein Leben neu organisieren muss. Ideenreich, elegant und originell umgesetzt mit einem Humor, da in manchen Szenen an Mr. Bean oder Monsieur Hulot erinnert. Ein wunderbar unterhaltender Film.

 

Griechenland/Deutschland 2020 / Buch: Sonia Liza Kenterman, Tracy Sunderland/Regie: Sonia Liza Kenterman

Darsteller: Dimitros Imellos, Tamila Koulieva, Thanasis Papageorgiou, Stathis Stamoulakatos

 

 

 

 

Mittwoch,

20.10.2021

 

Beginn

20.00

Ende ca.

22.00Uhr

 

Frei ab

16 Jahren

 

 

 

Mittwoch,

27.10.2021

 

Beginn

20.00

Ende ca.

21.50 Uhr

 

Frei ab

12 Jahren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„ Corpus Christi”   Besucherwunsch

Der 20-jährige Gewaltverbrecher Daniel kommt aus dem Gefängnis frei, weil er sich in der Tischlerei und als Messdiener in der Knast-Kirche gut geführt hat. Während der Bewährung soll er nun in einem Sägewerk in der Provinz arbeiten. Er gibt sich in dem fremden Dorf als Priester aus und übernimmt dort die Stelle des erkrankten Pfarrers. Dies entwickelt sich zu einem Glücksfall, da er nach tragischen Unglück durch unkonventionelle Methoden die aufgebrachte Atmosphäre auszugleichen und zu befrieden versucht. Dieser Film kommt nur auf den ersten Blick nur schlicht und einfach daher. Die Geschichte entwickelt sich mit einer zunehmend ergreifenden Wucht. Die Themen Liebe, Glaube Hoffnung werden als spannender Thriller verpackt. Bestes europäisches Arthouse-Kino.   

Polen 2019 / Buch: Matheusz Pacewicz /Regie: Jan Komasa

Darsteller: Bartosz Bielenia, Aleksandra Konieczna, Eliza Rycembel, Tomasz Zietek, Barbar Kurzaj

 

 

“Gaza Mon Amour”

Eine kleine Zeitungsnachricht aus dem britischen “Guardian” aus dem Jahr 2014 brachte die Gebrüder Trazan und Arab Nasser auf die Idee zu dem Film: Ein Fischer hatte in seinen Netzen eine antike Apollostatue gefangen. Er nahm sie mit zu sich nach Hause, bis sie ihm von der Hamas wieder abgenommen wurde und verschwand. Im Film ist dies der Fischer Issa, der die Statue fängt und nie geheiratet hat. Und er hat seit geraumer Zeit ein Auge auf die verwitwete Näherin Siham geworfen, ist jedoch zu scheu, um sie direkt anzusprechen. Aber diese Statue mit dem erigierten Penis gibt ihm neuen Mut, einen Vorstoß zu wagen, denn die Scheiderin könnte ihm doch etwas flicken. Obwohl Siham nur Frauenkleider bearbeiten darf, macht sie für Issa eine Ausnahme. Als er das Werk abholt, stellt sich heraus, dass sein Vorstoß nur ein Vorwand war, denn die um 5 cm gekürzte Hose ist jetzt wesentlich zu kurz.

Die Regiebrüder haben einen symphatischen und gelungenen Film über ganz normale Menschen mit ganz normalen Sorgen, Wünsche und Träumen an einem politisch aufgeladenen Ort, den immer wieder umkämpften palästinensischen Autonomiegebieten, geschaffen, der ganz nebenbei auch die Lebensumstände im Krisengebiet erzählt. Ein sehr sehenswerter und zum Träumen einladender Film.

Palästina/Frankreich/Deutschland/Portugal 2020/ Buch und Regie: Arab und Tarzan Nasser

Darsteller: Salim Dau, Hiam Abbass, Maisa Abd Elhadi, George Iskandar, Manal Awad

 

Demnächst wollen wir zeigen:  Winterreise; Mein Liebhaber- der Esel und ich; Fabian oder der Gang vor die Hunde; Martin Eden; Fräulein Schmetterling

 

 

Unser aktuelles Filmprogramm finden Sie u.a. bei:

- Bürgerbüro im Rathaus                                              - Sparkasse Neuwied – mit Filialen

- Tourist-Info Luisenplatz                                            - Roentgenmuseum

- Stadtbibliothek Altes Rathaus                                    - Familienbildungsstätte

- Stadtgalerie                                                                  - Thalia-Buchhandlung

- Volkshochschule                                                       - Buchhandlung Wangler                                             - Kinocenter Metropol                                                         - Stadtjugendamt Neuwied                                               - Food-Hotel                - Stadtverwaltung Neuwied

- Eine Welt Laden                   

 

 

Stark ermäßigter Eintritt auf allen Plätzen:

7,-- € Loge,6,-- € Sperrsitz für Erwachsene.

Schülerinnen / Schüler mit Schülerausweis und

Inhaber von JULEICA-Berechtigungskarten 4,--€ /3,-- €.

Ausgewählte Filmvorführungen für Schulen nach vorheriger Vereinbarung mit uns sind möglich.

Kritiken, Anregungen und Filmvorschläge nimmt mittwochs Michael Mertes gerne entgegen. Telefonisch ist er zu erreichen im Stadtjugendamt 802-366.

Stadtjugendamt und Volkshochschule Neuwied

in Kooperation mit den Kinobetrieben (FTB) Weiler

gefördert von der Sparkasse Neuwied