Waldführungen finden ab dem 1. Oktober wieder statt

14.09.2021

Neuwied. Ein besonderer Ort der Ruhe mitten in der Natur: Die Vögel zwitschern im Wald, der Wind rauscht durch die Blätter und es duftet nach herben Holznoten. In dem abwechslungsreichen Laubmischwald des FriedWaldes Neuwied-Monrepos führt Lauritz Hillesheim von den Servicebetrieben Neuwied (SBN) Besucher durch den Wald. Bei einem gemeinsamen Spaziergang erklärt der FriedWald-Förster alles Wissenswerte zur Bestattung in der Natur. Die Teilnehmer können den FriedWald somit kennenlernen und sich die Ruhestätte am Fuße eines Baumes jetzt schon aussuchen.
Vom 250 Meter entfernten Parkplatz geht es auf dem neu verlegten, gut begehbaren Hauptweg in Richtung Eingang und Schutzhütte. An der Informationstafel erhalten die Teilnehmer einen Eindruck von der Größe des Waldes: Das 50 Hektar große Areal und zunächst bis zu 200 verfügbare Bäume stellt die Fürstlich Wiedische Verwaltung. Träger des FriedWaldes sind die SBN, die FriedWald GmbH liefert das Konzept.
Bei der Baumauswahl sind die Bäume entweder mit einem blauen oder gelben Band gekennzeichnet. FriedWald-Förster Lauritz Hillesheim erklärt: „Das blaue Band bedeutet, dass es sich bei diesem Baum um ein Familiengrab handelt und Personen aus dem engsten Umfeld beigesetzt werden können. Durch den Kauf erwerben Sie eine Ruhestätte mit einer Nutzungsdauer von 99 Jahren bis 2120.“ Die Anzahl der verfügbaren Plätze und Preise pro Baum sind unterschiedlich. „Das hängt von den natürlichen Gegebenheiten ab, je nach Größe, Art und Lage des Baumes.“ An gelb gekennzeichneten Bäumen können bis zu 20 Menschen ihre letzte Ruhe finden. „Hier werden nacheinander einzelne Plätze vergeben, die ab dem Tag der Beisetzung für 15 Jahre erworben werden können.“
Fragen zur Durchführung der Beisetzung werden an einem beispielhaften Grab mit einer biologisch abbaubaren Urne und an dem Andachtsplatz von Hillesheim beantwortet. Eine Teilnehmerin möchte wissen: „Wie erfolgt der Ablauf der Beisetzungszeremonie?“ „Entweder bringt der Bestatter oder ein Mitarbeiter der SBN die Urne zur vorbereiteten Grabstätte.“ Besonders sind die verschiedenen Möglichkeiten um Abschied zu nehmen, da die Beisetzung individuell gestaltet werden kann: Eine Danksagung, eine Rede, Musik oder Erde aus dem heimischen Garten zur Grabbeigabe. Hingegen sind Blumenkränze oder -gestecke im FriedWald nicht erwünscht, damit das ursprüngliche natürliche Waldbild erhalten bleibt.
Die Termine aller Waldführungen bis Ende September sind aufgrund des großen Interesses bereits ausgebucht. Die nächsten Waldführungen finden ab Oktober am ersten Freitag im Monat wieder statt: 1. Oktober, 5. November und 3. Dezember 2021. Weitere Infos und Anmeldungen bei Jutta Schiefer und Matthias Nachtigall von den SBN unter 02631/85-4542 und -4587 oder per E-Mail an verwaltung@sbn-neuwied.de.

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FriedWald-Förster Lauritz Hillesheim beantwortet Fragen zur Durchführung der Beisetzung an einem beispielhaften Urnengrab. Die Nachfrage ist groß.