Anhaltendes Niedrigwasser prägt das Bild des Rheins in der Verbandsgemeinde Bad Hönningen

(Fotos: Kühnlenz)
Verbandsgemeinde Bad Hönningen. Der Rhein zeigt sich an vielen Abschnitten der Verbandsgemeinde Bad Hönningen derzeit von einer besorgniserregenden Seite. Aktuelle Beobachtungen direkt vom Rheinufer verdeutlichen das Ausmaß des anhaltenden Niedrigwassers: Weite Bereiche, die sonst vom Strom bedeckt sind, liegen trocken. Große Schotterbänke und weit in das Flussbett reichende Kiesflächen prägen das aktuelle Landschaftsbild.

Drastische Veränderungen

Besonders deutlich wird die Situation an Uferbefestigungen und Promenadenbereichen. Wo sonst der Wasserspiegel angrenzt, erstrecken sich nun breite, steinige Strände. Spaziergänger und Anwohner blicken auf die veränderten Dimensionen des Stroms. Schiffsanleger und wassernahe Infrastrukturen stehen vor großen Herausforderungen, da die Wassertiefen für die Schifffahrt stark eingeschränkt sind.

So zeigt sich der Rhein aktuell bei Hammerstein.   (Fotos: Kühnlenz)

Auswirkungen auf Natur & Wirtschaft

Für die Binnenschifffahrt bedeutet jeder Zentimeter weniger Pegel spürbare Einschränkungen bei der Zuladung. Auch der Tourismus spürt die Folgen, da Wassersport und Ausflüge auf dem Fluss nur noch eingeschränkt möglich sind. Ökologisch geraten aquatische Lebensräume durch steigende Wassertemperaturen und trockenfallende Flachwasserzonen unter Druck.
Ein eindringlicher Appell der Natur, der uns vor Augen führt, wie verletzlich unsere Flusslandschaften angesichts des wandelnden Klimas sind – und wie sehr das Leben am Strom im Takt des Wassers schlägt.

(Fotos: Kühnlenz):