Lebendiges-Neuwied

Artikel zum Thema: Leserbriefe



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Stellungnahme zur Kritik an den Äußerungen des neuen Linkenchefs Luigi Pantisano

Wenn beispielsweise Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner behauptet, die Äußerungen Luigi Pantisanos über die CDU stünden symptomatisch für eine Linkspartei, die sich seit Jahren zunehmend radikalisiere und sich immer weiter von einem demokratischen Diskurs entferne, könnte man über diesen Beitrag ernsthaft nachdenken, wäre Pantisano mit 70 oder gar 80 Prozent der Stimmen zum neuen Linkenchef gewählt worden. Tatsächlich erzielte er sogar ohne Gegenkandidierende ein mickriges Ergebnis von 53 Prozent der Stimmen. Klar, es fehlt der Super-GAU des Verdeutlichens von Vorbehalten: Der Kandidierende fällt durch. Aber dass Pantisano gerade so mit Ach und Krach gewählt wurde, spricht wiederum für die Linke. Erinnert das Ergebnis doch eher an das christliche Konzept der Gnade als gewissermaßen unverdientes Geschenk.

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Zweite Ergänzung zur Stellungnahme zu Paragraf 188 des Strafgesetzbuches

Irene Khan, zuvor internationale Generalsekretärin von Amnesty International, ist seit 2020 UN-Sonderberichterstatterin für das Menschenrecht auf Meinungsfreiheit und war Anfang des Jahres zu einer offiziellen Untersuchung in Deutschland. Jetzt hat sie einen kritischen Bericht zu unserem Land vorgelegt: Die Meinungsfreiheit werde in der Bundesrepublik derzeit durch eine exzessive Anwendung des Strafrechts eingeschränkt. Unter anderem fordert Irene Khan, die relativ strenge deutsche Verfolgung von Politikerbeleidigungen müsse aufhören. Weil der Strafparagraf 188 sich als notorisch missbrauchsanfällig erwiesen habe, solle er abgeschafft werden.

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Ergänzung zur Stellungnahme zu Paragraf 188 des Strafgesetzbuches

Ricarda Lang, Bundestagsabgeordnete und ehemalige Parteivorsitzende der Grünen, ist auch für die Abschaffung des Paragrafen zur Politikerbeleidigung. Die Bundestagsentscheidung vor fünf Jahren, die Beleidigung von Personen des politischen Lebens schärfer zu ahnden als die Beleidigung gewöhnlicher Personen, sei rückblickend ein Fehler gewesen. Im Hinblick auf den Paragrafen 188 des Strafgesetzbuches weist Ricarda Lang zusätzlich aber auch auf den Aspekt hin, wie schnell sich politische Machtverhältnisse verändern können: „Es muss mir niemand erzählen, dass die AfD, wenn sie an der Macht wären, nicht die Ersten wären, die in härtestem Maße gegen Kritiker, gegen Linke, gegen Journalisten vorgehen würden. Aber gerade deshalb sollte ich ihnen doch nicht die Mittel dafür an die Hand geben, auch Kritik unterbinden zu können.“ (Zitat laut „Süddeutsche Zeitung“)

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Stellungnahme zu Paragraf 188 des Strafgesetzbuches

Oft ist gut gemeint im Ergebnis nicht wirklich gut. Seit fünf Jahren stellt der Paragraf 188 des Strafgesetzbuches die Beleidigung von Politikern gesondert unter Strafe. Wird unseresgleichen beleidigt, muss man einen Strafantrag stellen, und die Höchststrafe beträgt zwei Jahre. Bei Politikerbeleidigung wird der Staatsanwalt von sich aus tätig, und die Höchststrafe beträgt drei Jahre. Manche meinen, durch diesen Paragrafen wird die Meinungsfreiheit zu sehr eingeschränkt. Das ist insofern fragwürdig, als dass man seine Meinung durchaus sachlich und auch drastisch zum Ausdruck bringen kann, ohne den Weg zur Beleidigung zu wählen. Andere meinen, der Paragraf ist ein dringend notwendiger Schutz für Politiker, um sich gegen eine Flut von Beleidigungen zu wehren.

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Stellungnahme zu Björn Höckes Einlassung über Westdeutsche

In einem Podcast-Interview nannte der AfD-Politiker Björn Höcke eine aus seiner Sicht wichtige Ursache für gesellschaftliche Polarisierung und Ost-West-Unterschiede: "Im Osten sind die Menschen noch Deutsche, im Westen haben sie über Jahrzehnte eine Ersatzidentität gefunden und haben sich von der amerikanischen Kultur völlig usurpieren lassen." Das sorgt für Verstimmung in der AfD selbst und bringt den CDU-Politiker Philipp Amthor dazu, weil Höcke gesagt hat, im Westen Deutschlands gebe es "deutsch sprechende Amerikaner", während im Osten "deutsch sprechende Deutsche" lebten, diesen als einen "dünnbrettbohrenden Schwachkopf" zu beleidigen. Das stimmt aber nicht. Höcke ist kein Schwachkopf. 

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Kommentar zur Gedenkstunde der Engerser Initiativgruppe „Gedenkort Engers“

Der Engerser Initiativgruppe "Gedenkort Engers" ist herzlicher Dank dafür auszusprechen, dass sie am 8. Mai mit einer Veranstaltung an diesen Tag der Befreiung vom Faschismus erinnert hat. Traurig und beschämend ist allerdings die Tatsache, dass keine andere der demokratischen Parteien ausser dem Vorsitzenden der Engerser SPD, Ferhat Cato, es für nötig fand, an diesem Treffen teilzunehmen. Es muss überhaupt verwundern, dass in der Stadt Neuwied offensichtlich keine Institution bereit war, dieses wichtigen Tages zu gedenken. Der starke Friedensappell mit der musikalischen Untermalung durch Manfred Pohlmann spricht dafür, dass praktiziertes Christentum in der Engerser Initiativgruppe einen Platz hat. Gerade in einer Zeit, in der die Demokratie hierzulande noch nie so von rechts bedroht wurde wie heute, ist es wichtig, für Frieden. Freiheit, Demokratie und Solidarität so einzutreten, wie die Engerser Gruppe das vorlebt.

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Anmerkung zur Veranstaltung "SPD auf dem Prüfstand"

Am Vorabend des 1. Mai kamen die Sozialdemokraten im Stadtverband Neuwied zusammen, um auch über den zurückliegenden Landtagswahlkampf zu sprechen. In ihrer dazu formulierten Pressemitteilung brachte die SPD Freude und Stolz über das erfolgreich verteidigte Direktmandat im Wahlkreis Neuwied zum Ausdruck. CDU-Landtagskandidat Jan Petry hatte indes auf die Besonderheit hingewiesen, dass die Partei Die Linke keinen Direktkandidaten aufgestellt hatte, was dazu geführt habe, dass über 1.600 Wähler ihre Erststimme anderweitig vergeben hätten müssen. "Die Daten legen nahe, dass ein Großteil dieser Stimmen im Lager der SPD-Kandidatin gelandet ist.

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Gedanken zum Gesetz der ungewollten Konsequenzen

Politikprofessor John Curtice von der Glasgower Strathclyde-Universität bezeichnet das „Gesetz der ungewollten Konsequenzen“ als ersten Hauptsatz der Politik. Stefan Wefelscheid von den Freien Wählern führt zur Erhöhung der Hürde für Untersuchungsausschüsse im Landtag von Rheinland-Pfalz aus, die treibenden Kräfte im Mainzer Landtag machten sich auch juristisch angreifbar, weil die Änderung sich explizit gegen eine Fraktion richte, die mit fast einem Viertel der Abgeordneten künftig keine Untersuchungsausschüsse einsetzen können solle. Interessant wird somit die angekündigte Normenkontrollklage der AfD beim Verfassungsgerichtshof - wegen des Artikels 19 des Grundgesetzes.

 

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Erklärung zur Großrazzia gegen rechts

Der Hass, die Brutalität und die rechte Hetze, die von immer jüngeren Neonazis ausgeht, müssen einen bis ins Mark erschüttern. Oftmals wurden in der Vergangenheit die von jugendlichen Neonazis begangenen Straftaten nur halbherzig verfolgt. Doch es muss deutlich werden, dass der Rechtsstaat es nicht zulässt, wenn rechte Gewalt von bandenähnlichen Gruppierungen hierzulande und anderswo  betrieben wird. Insofern ist die jüngste Großrazzia gegen die rechte Szene, insbesondere die Jugendszene, in der Tat ein wichtiges Zeichen, dass der demokratische Staat endlich tätig wird, um die rechten Verbrecher dingfest zu machen und durch die Justiz einer gerechten Strafe zuzuführen.

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Zur Ablehnung der Verfassungsänderung durch den FW-Politiker Stephan Wefelscheid

In der Ablehnung der Verfassungsänderung hinsichtlich des Quorums zur Einberufung eines Untersuchungsausschusses im rheinland-pfälzischen Landtag finden Stephan Wefelscheid, Noch-Landtagsabgeordneter der Freien Wähler, und ich zusammen, wenn es auch zwischen seiner und meiner Argumentation feine Unterschiede gibt. Während ich der Begründung von CDU, SPD und Grünen nicht ausdrücklich widerspreche, dass ein bewusster Machtmissbrauch des Kontrollinstruments und dessen Einsatz zu rein destruktivem Zweck durch die erstarkte AfD verhindert werden soll, aber klar dagegen halte, dass missbräuchliches Agieren der AfD im Fall der Untersuchungsausschüsse keinesfalls das Funktionieren des Rechtsstaats aushebeln würde, stellt Wefelscheid fest, dass er während seiner Zeit als Obmann im Untersuchungsausschuss Flutkatastrophe jedenfalls nicht feststellen konnte, dass der AfD-Obmann Michael Frisch es darauf abzielte, die Regierung lahm zu legen. Nun könnte ich ihm entgegenhalten, dass Michael Frisch nicht mehr AfD-Mitglied ist und zuletzt als Fraktionsloser im Landtag sehr kritische Worte in Richtung seiner ehemaligen Fraktion und Partei formulierte.

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Erklärung zur AfD-Kampagne gegen die geplante Verfassungsänderung

Die Tatsache, dass die rheinland.pfälzische AfD mit Krokodilstränen versucht, sich als Opfer einer ihrer Meinung nach undemokratischen Verfassungsänderung darzustellen, verlangt nach einer Reaktion nicht nur der demokratischen Parteien im rheinland-pfälzischen Landtag, sondern auch einer Reaktion der Zivilgesellschaft. Die Realität zeigt doch, dass die AfD überall dort, wo sie parlamentarische Verantwortung tragen könnte, das Instrument parlamentarischer Untersuchungsausschüsse dazu benutzt, um ihre Sonderinteressen gegenüber den Demokraten durchzusetzen.

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Offener Brief zur Mitgliederversammlung am 21.04.2026 der ....

An die

Bürgergemeinschaft Pro Heimbach-Weis e.V.
Langenstück 14
56566 Neuwied

Offener Brief zur Mitgliederversammlung am 21.04.2026 der Bürgergemeinschaft Pro Heimbach-Weis e.V.

Bei der Mitgliederversammlung am 21.04.2026 unseres Vereins, der Bürgergemeinschaft Pro Heimbach-Weis e.V., ist der gesamte geschäftsführende Vorstand und zwar der Vorsitzende Sascha Fiedler, der stellvertretende Vorsitzende Heinz Nink, der Kassierer Norbert Poveleit sowie aus dem erweiterten Vorstand die Beisitzerin Daniela Fiedler und der Beisitzer Erwin Kern geschlossen zurückgetreten und haben ihre Ämter zur Verfügung gestellt.

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Stellungnahme zu beabsichtigter Verfassungsänderung

In Thüringen versäumte es das alte Parlament, künftigen Blockademöglichkeiten der AfD einen Riegel vorzuschieben, so dass man jetzt im neuen Landtag damit leben muss, dass die AfD mit ihrer Sperrminorität etwa die Konstituierung der Wahlausschüsse für Richter und Staatsanwälte blockiert. CDU, SPD, FDP, Linke und Grüne haben in Sachsen-Anhalt deswegen die richtigen Lehren aus dem Thüringen-Debakel gezogen und vor der Neuwahl des Landtages unter anderem die Wahl von Verfassungsrichtern neu geregelt. Scheitert künftig die Richterwahl im Landtag, soll das Verfassungsgericht selbst Wahlvorschläge einreichen dürfen. Diesen Kandidaten reicht dann eine absolute Mehrheit. Eine Blockade des Gerichts wäre damit nur noch schwer möglich, jedenfalls, solange die AfD nicht die absolute Mehrheit der Sitze erreicht. Das Vorgehen der demokratischen Parteien ist bei Abwägung aller Aspekte somit auf jeden Fall richtig und vernünftig.

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Stellungnahme zu einer Pressemitteilung der Neuwieder SPD

Ähnlich wie die Neuwieder Sozialdemokraten sehr verwundert sind über die auch aus ihrer Sicht unverhältnismäßige Zuspitzung durch die CDU wegen des Meinungsbeitrags des SPD-Ortsvereinsvorsitzenden in Engers, Ferhat Cato, verwundern mich zwei Aspekte in der Pressemitteilung der SPD zu diesem Thema.

Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext (Haltung zur Ukraine) ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo Ramelow, ehemaliger Ministerpräsident Thüringens und aktuell Bundestagsvizepräsident. Im Neuwieder Stadtrat ist die Linke nur mit einem Mitglied vertreten, das Mitglied der CDU-Fraktion ist und zudem in der Vergangenheit an Solidaritätsveranstaltungen für die Ukraine teilnahm. Zuletzt hat er im Übrigen auch zusammen mit mir an der Mahnwache für die Menschen im Iran am Engel der Kulturen teilgenommen, um Solidarität mit den dort Unterdrückten und Opfern zum Ausdruck zu bringen. 

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Erklärung zum Friedensdilemma

Die traditionelle Friedensbewegung muss sich fragen lassen, ob Frieden, so wie wir ihn verstehen, allein durch Abrüstung erreichbar ist. Und diejenigen, die Frieden durch Aufrüstung erreichen wollen, müssen sich ebenfalls fragen lassen, ob Frieden durch Aufrüstung tatsächlich hergestellt werden kann. Seit dem 24.Februar 2022 bin ich hin und her gerissen zwischen meiner davor selbstverständlichen Position, Frieden schaffen ohne Waffen, und der Meinung, dass nur durch militärische Aufrüstung der von Wladimir Putin angezettelte Krieg beendet werden kann. Donald Trump, der vor seiner zweiten Amtszeit davon sprach, den Krieg ganz schnell zu beenden, ist ja bekanntlich ein Narzisst, der ohne Rücksicht auf Verluste Menschenleben überall je nach Gutdünken opfert und dabei keine Reue empfindet.

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Stellungnahme zur Empörung über Ferhat Cato

Beim Kundtun von Empörung über den Meinungsbeitrag des SPD-Ortsvorsitzenden in Engers, Ferhat Cato, sollte man versuchen, auf dem Teppich zu bleiben. Angesichts des völkerrechtswidrigen Kriegs gegen den Iran stellte Wolodymyr Selenskyj heraus, in den ersten drei Kriegstagen seien im Nahen Osten rund 800 Patriot-Raketen verschossen worden, mehr als die Ukraine seit dem völkerrechtswidrigen russischen Einmarsch am 24. Februar 2022 von ihren Verbündeten bekommen habe. Um zu retten, was zu retten ist, bietet der ukrainische Präsident den Golfstaaten diplomatisch sicherlich geschickt ukrainische Drohnentechnik und Ausbildung an, da die Expertise der Ukraine durch vier Jahre Drohnenabwehr gefragt ist.

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Erklärung zur aktuellen Situation der SPD

Als Sozialdemokrat will ich nichts schönfärben und stelle natürlich fest, dass meine Partei sich vielleicht in der tiefsten Identitätskrise befindet, die für die Genossinnen und Genossen jemals stattgefunden hat. Es ist sicherlich anzuerkennen, dass die Sozialdemokratie in der Bundesrepublik aus Sorge und hieraus resultierender Verantwortung vor einem Jahr die schwarz-rote Koalition gebildet hat und damit das Abdriften Deutschlands in den rechten Sumpf, der von der AfD vorbereitet wird, verhindern konnte. Doch sie vergisst dabei, dass sich die Wählerinnen und Wähler mit den Zielen ihrer Partei identifizieren müssen und daher ein Nichterkennen dieser Ziele verhängnisvoll ist.
 
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Gedanken zum knappen Vorsprung Lana Horstmanns als Direktkandidatin

Nachdem der Linken-Kreisverband Neuwied zwar zwei Kandidatinnen nominiert, jedoch dem Kreiswahlausschuss keine Bewerbungsunterlagen eingereicht hatte, könnte man sich denken, dass Wähler der Linken ihre Erststimme ersatzweise bei Volt, Grünen oder BSW platziert haben. Schaut man sich indes bei diesen drei Parteien die Differenz zwischen Erst- und Zweitstimmen an, sind es doch nicht extrem viele Wähler gewesen. Also dürfte die SPD-Kandidatin Lana Horstmann angesichts ihres sehr knappen Vorsprungs von der Schlamperei der Linken profitiert haben. Was sagt uns das religionsphilosophisch? Hätte ihr CDU-Gegenkandidat Jan Petry im Sinne christlicher Nächstenliebe den Linken geholfen, ihre Direktkandidaturen ohne formale Fehler korrekt anzumelden, wäre er schon im Diesseits großzügig belohnt worden – mit dem Direktmandat.

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Erklärung zur Landtagswahl

Das Ergebnis der rheinland-pfälzischen Landtagswahl ist ein katastrophales Signal für die deutsche Politik insgesamt. Denn die Tatsache, dass die in weiten Teilen rechtsextreme AfD es geschafft hat, in diesem Bundesland fast jeden fünften Wähler für sich zu mobilisieren, lässt bundesweit befürchten, dass diese Gruppierung noch stärker wird und damit die braunen Verfassungsfeinde zu einer festen Größe in der Parteienlandschaft werden. Der Zustrom zu den braunen Radikalen muss für alle Demokratinnen und Demokraten  bedeuten, dass alles daran gesetzt werden muss, entsprechend dem Geist des Grundgesetzes für ein Verbot der AfD zu kämpfen. 

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Erklärung zur Wahl in Baden-Württemberg

Es ist schlimm, dass trotz aller Skandale, Vetternwirtschaft und Korruption die AfD in Baden-Württemberg so erfolgreich wie noch nie abgeschnitten hat und das nichts Gutes für den Rest des Jahres erwarten lässt. Die Wahl von Cem Özdemir und den Grünen ist sicherlich positiv zu bewerten. Die Forderung der CDU nach Teilung der Amtszeit des Ministerpräsidenten ist absurd und widerspricht allen Gepflogenheiten, nämlich dass derjenige, der die meisten Stimmen hat, Ministerpräsident wird. Die Tatsache, dass die AfD wieder ein hohes Wahlergebnis hat, müsste eigentlich einen Sturm der Entrüstung unter allen Demokratinnen und Demokraten auslösen.


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