
Kreis Neuwied. In den Sommermonaten können sich im feuchtwarmen Klima der Biotonne schnell unerwünschte Organismen bilden. Die Abfallwirtschaft des Landkreises Neuwied fährt über den Sommer eine wöchentliche Leerung der Biotonne, die das Problem deutlich reduziert. Sie gibt praktische Tipps, was Anwohner darüber hinaus tun können, um unerwünschter Organik vorzubeugen.
Tonne nach der Leerung gut austrocknen lassen
Nach der Leerung empfiehlt es sich, die Biotonne grob zu reinigen und sie kopfüber oder zumindest mit offenem Deckel an einem sonnigen Standort austrocknen zu lassen. Durch den Entzug der Feuchtigkeit wird der Lebensraum für unerwünschte Organismen deutlich reduziert.

Abfalltipp zum Thema Biotonne bei Hitze. Adobe-Stock-Foto mit Nachbearbeitung.
Schattiger Standort – geschlossener Deckel
Nach dem Austrocknen empfiehlt es sich, die Tonne bis zur nächsten Leerung an einem schattigen Standort zu lagern, da die Madenbildung temperaturabhängig ist. Zudem sollte der Deckel nach dem Entsorgen der Abfälle direkt wieder geschlossen werden, um den Zugang für Fliegen zu erschweren.
Feuchte Abfälle einwickeln
Besonders feuchte Küchenabfälle, wie Teebeutel, Obst- oder Gemüsereste, sollten in Zeitungspapier oder kompostierbare Papierbeutel gewickelt werden. Das sorgt dafür, dass die von den Organismen benötigte Nahrungsgrundlage und Feuchtigkeit zurückgehalten wird.
Ein altbewährter, ganz natürlicher Trick
Wenn man den Deckel der Biotonne in den frühen Morgenstunden für ein bis zwei Stunden aufdeckt, dann bedienen sich die Vögel gern an dem proteinreichen Nahrungsmittel und säubern fleißig die Tonne. Längere Zeit sollte der Deckel jedoch nicht offenstehen, da man sonst neue Fliegen anlockt.
Mit diesen einfachen Maßnahmen bleibt die Biotonne auch bei sommerlichen Temperaturen sauber – und die organischen Abfälle können gleichzeitig umweltfreundlich verwertet werden. Weitere Hinweise finden Sie im Abfall-ABC unter www.abfall-nr.de oder bei der Abfallberatung.

