
Messemacher und Aussteller blicken optimistisch auf die Ausstellung vom 17. bis 19. April mitten im Herzen der Rhein-Mosel-Stadt
Foto-Quelle: HwK Koblenz / Jörg Diester
KOBLENZ. Die Handwerksmesse vom 17. bis 19. April wirft ihre Schatten voraus und wenige Wochen vor der Veranstaltung informierte das Messe-Team jetzt über den Stand der Vorbereitungen. „Um es vorwegzunehmen: das sind richtig gute Nachrichten“, begrüßte Marco Koenitz als Eventplaner die Vertreter von Handwerksorganisationen, ausstellenden Handwerksbetrieben und der Presse.
Quasi ausgebucht und auf dem besten Weg, die hoch gesteckten Ziele des neuen Messekonzeptes zu erreichen, geht es nun für alle Beteiligten auf die Zielgerade. „Wir haben rund 80 Aussteller und das deckt die ganze Bandbreite des Handwerks ab, von Tradition bis Technologie und digital, von Holzdrechsler bis Bootsbau und viele lebende Werkstätten.“ Koenitz nennt eine Fläche von rund 70.000 Quadratmetern, die das Messekonzept mitten im Herzen von Koblenz und auf zentralen Plätzen und Straßen „bespielt“.
Mit Blick auf die Koblenzer Innenstadt und dortige Plätze, die auch geprägt sind von Leerständen, soll die Leistungsschau des Handwerks mitten in der Stadt und verteilt über mehrere Ausstellungsinseln gleich mehrere Ziele erreichen. Zum einen geht es um eine Belebung der Innenstadt, zum anderen um die Präsentation dort, wo sich Menschen ohnehin aufhalten. „Das entspricht auch dem Wesen von Handwerk, das traditionell Teil der städtischen Wirtschaftskultur war und ist“, griff Ralf Hellrich als Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer (HwK) Koblenz bei dem Treffen auf. HwK und Kreishandwerkerschaft (KHS) Mittelrhein zählen zu den Initiatoren der Handwerksmesse 2.0., „und wir sehen hier sehr gute Chancen, handwerkliche Werte und Leistungen zu vermitteln – und das ohne Trennwände und Mindestabstand zum Geschehen, sondern zum Erleben, Anfassen und Mitmachen“, machte Ulf Hoffmann als KHS-Hauptgeschäftsführer Lust auf die drei Messetage.

Da geht’s lang zur Handwerksmesse vom 17. bis 19. April in Koblenz (von links): Benjamin Fetz und Timo Fluck von der Tischlerei Fetz (Miehlen), Julia Goray (selbstständige Friseurmeisterin aus Koblenz) und Ralf Hellrich, Ulf Hoffmann und Marco Koenitz auf dem Koblenzer Zentralplatz. Foto-Quelle: HwK Koblenz / Jörg Diester
Görresplatz, Münzplatz, Willi-Hörter-Platz und Jesuitenplatz oder auch die Flächen „Am Plan“ und der Liebfrauenkirche sowie der Zentralplatz werden dann zur großen Bühne des Handwerks. Pop-up-Werkstätten in der Löhrstraße und in der Marktstraße sollen außerdem Besucher anziehen. „Was die Sache so attraktiv macht, ist eine Ausstellung nicht im Strom vollgestopfter Messehallen und auswärts, sondern mitten in der Stadt mit ihrem Charme und Möglichkeiten“, sieht Ralf Hellrich gute Chancen für die Neuauflage der Koblenzer Handwerksmesse. Zwischen 1987 und 2003 hatte die „Messe am Rhein: Handwerksmesse Koblenz“ neun Mal stattgefunden. Neben dem Ausstellungsprogramm wird es auch Vorträge und Informationsstände geben, so zum Thema „KI als Teil des Werkzeugkoffers“, was den vielfältigen Einsatz der künstlichen Intelligenz im Handwerk beschreibt.
Mit der Geschäftsführung der Tischlerei Fetz aus Miehlen und der Koblenzer Friseurunternehmerin Julia Goray erklärten auch ausstellende Handwerker ihre Zielsetzungen und Erwartungen. Gute Gründe zum Mitmachen sind die Präsentationsbühnen mitten in der Stadt und der direkte Kontakt zum Publikum. „Handwerk live“ wird die Besucher begeistern, was auch die Ansprache Jugendlicher als potentielle Lehrlinge einschließt.

