Kreisverwaltung Neuwied informiert zu zunehmenden Belastungen für Mensch und Gesundheit - Im Alltag auf Mitmenschen achten
Kreis Neuwied. Hohe Temperaturen und langanhaltende Hitzeperioden wie sie in diesem Jahr bereits Ende Mai zu erleben waren, werden infolge des Klimawandels zunehmend zur Belastung für Mensch und Gesundheit. Rechtzeitig zum beginnenden Hochsommer macht die Kreisverwaltung Neuwied daher auf die gesundheitlichen Risiken von Hitze aufmerksam.
„Es gilt, die Bevölkerung für einen achtsamen Umgang mit hohen Temperaturen zu sensibilisieren. Während sonniges Wetter für viele Menschen zunächst positiv wahrgenommen wird, kann extreme Hitze insbesondere für ältere Menschen, Personen mit Vorerkrankungen, Pflegebedürftige oder kleine Kinder zu einem ernsthaften Gesundheitsrisiko werden“, warnt Landrat Achim Hallerbach vor möglichen Folgen wie Kreislaufproblemen, Dehydrierung oder einer starken Belastung des Herz-Kreislauf-Systems. Besonders mehrere heiße Tage hintereinander sowie tropische Nächte stellen für vulnerable Gruppen eine große Herausforderung dar.

Nach wie vor können Landrat Achim Hallerbach, Klimaanpassungsmanagerin Angelina Zahn sowie Melanie Böhm und Gerhard Wermter vom Gesundheitsamt den Hitzeknigge für den Landkreis Neuwied nur wärmstens empfehlen. Foto: Thomas Herschbach

„Für junge und gesunde Menschen ist Hitze häufig gut zu bewältigen. Gerade ältere oder gesundheitlich eingeschränkte Menschen benötigen jedoch besondere Aufmerksamkeit und Unterstützung“, betont Landrat Achim Hallerbach. „Deshalb ist es wichtig, im Alltag auch auf Mitmenschen, Nachbarn oder Angehörige zu achten.“
Der Landkreis Neuwied setzt sich bereits seit mehreren Jahren im Bereich Hitzevorsorge und Klimaanpassung ein. Seit 2024 steht hierfür auch der Hitzeknigge des Landkreises Neuwied zur Verfügung. Die Broschüre basiert auf einer Kampagne des Umweltbundesamtes und vermittelt leicht verständliche und praxisnahe Tipps zum Umgang mit Hitze. Dazu zählen beispielsweise ausreichendes Trinken, die Vermeidung körperlicher Belastung während der Mittagsstunden oder das Kühlen von Wohnräumen.
Der Hitzeknigge richtet sich insbesondere an vulnerable Gruppen sowie deren Angehörige. Ergänzt wurde die Broschüre zudem um lokale Informationen und Hinweise für den Landkreis Neuwied.
„Im Rahmen der weiteren Klimaanpassungsaktivitäten soll der Hitzeknigge mit den Verbandsgemeinden weiterentwickelt werden. Dabei sollen lokale Informationen, beispielsweise zu Trinkwasserangeboten, kühlen Aufenthaltsorten oder Anlaufstellen, ergänzt werden, um den Bezug zu den örtlichen Gegebenheiten noch mehr zu stärken. Ziel ist es, die Hitzevorsorge vor Ort weiter sichtbar zu machen und Bürgerinnen und Bürger noch gezielter zu informieren“, stellen Klimawandelanpassungsmanagerin Angelina Zahn und Rita Hoffmann-Roth von der Koordinierungsstelle Gesundheitsförderung des Gesundheitsamtes fest.
Weitere Informationen sowie der Hitzeknigge selbst sind erhältlich bei der Klimawandelanpassungsmanagerin Angelina Zahn, E-Mail Angelina.zahn@kreis-neuwied.de, Telefon (0 26 31) 803 693 sowie der Koordinierungsstelle Gesundheitsförderung Rita Hoffmann-Roth, E-Mail rita.hoffmann-roth@Kreis-Neuwied.de, Telefon: (0 26 31) 803 718.