
Freiwilliges Ökologisches Jahr im Zoo Neuwied
Neuwied, 13. März 2026 – In Rheinland-Pfalz starten derzeit die mündlichen Abiturprüfungen, und auch die zentralen Prüfungen zum Abschluss der 10. Klasse stehen kurz bevor. Für viele Schülerinnen und Schüler stellt sich danach die große Frage: Wie geht es nun weiter? „Viele wissen noch nicht genau, welcher Ausbildungsberuf zu ihnen passt. Und auch junge Menschen, die studieren möchten, haben nach dem Abitur oft das Bedürfnis, zunächst etwas anderes zu machen, bevor sie direkt an der Universität weitermachen“, erklärt die Biologin Franziska Waked. „Mir ging es damals genauso – ich wollte erst einmal Abstand von Prüfungen und Lehrbüchern und stattdessen praktisch arbeiten.“

Sie entschied sich für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) und absolvierte dieses 2007 im Zoo Neuwied. „Das Freiwillige Soziale Jahr, das FSJ, das man zum Beispiel in Kitas oder anderen sozialen Einrichtungen machen kann, kennen viele. Meine Interessen lagen aber stärker im Bereich Natur und Umwelt“, berichtet sie. Das FÖJ wird – ähnlich wie das FSJ – auf Landesebene organisiert. Auf der Internetseite foej-rlp.de finden Interessierte nicht nur alle wichtigen Informationen und die Möglichkeit zur Bewerbung, sondern auch eine Übersicht über die Einsatzstellen. „Neben Zoos und Tierparks gehören dazu zum Beispiel auch Bauernhöfe, Forstämter oder Umweltschutzorganisationen“, so Franziska Waked, die heute die Zooschule leitet. „Ich habe mich damals für den Zoo entschieden, weil man hier nicht nur in der Tierpflege mitarbeiten kann, sondern auch Einblicke in die Umweltbildungsarbeit der Zooschule bekommt.“

Gerade diese Kombination aus verschiedenen Arbeitsbereichen macht das FÖJ im Zoo Neuwied bis heute besonders. „Inzwischen bieten wir jedes Jahr drei bis vier FÖJ-Plätze an. Insgesamt haben so bereits mehr als 50 junge Menschen nach ihrer Schulzeit erste berufliche Erfahrungen bei uns gesammelt“, berichtet Waked. Viele von ihnen seien anschließend für eine Ausbildung in der Zootierpflege im Zoo geblieben.
Bei anderen habe das Freiwilligenjahr vor allem das Interesse an Natur- und Umweltthemen vertieft. Sie entschieden sich anschließend für ein Studium, etwa in den Bereichen Forstwirtschaft, Biologie oder Tiermedizin. „Auch in unserem Team gibt es dafür Beispiele – unter anderem unsere stellvertretende Zoodirektorin, die nach ihrem FÖJ ihren weiteren beruflichen Weg in diese Richtung eingeschlagen hat“, erzählt die Biologin abschließend.


