
Neuwied, 18.08.2026. Foto: Thorsten Klein
Neuwied. Mit einer Spende von 1.000 Euro unterstützt der Eine-Welt-Laden Neuwied das EIRENE Projekt „Starke Nachbar*innen“. Die Vorstandsmitglieder Ulrich Siebörger und Manfred Kerber der „Aktion Eine Welt Neuwied“ (Trägerverein des Eine-Welt-Ladens) zeigten sich erfreut, dass der Verein mit seiner Spende ein Projekt vor Ort in der Neuwieder Innenstadt unterstützt, in der auch der Laden beheimatet ist. „Wir setzen uns mit dem Fairen Handel dafür ein, Fluchtursachen zu bekämpfen und unterstützen Geflüchtete dabei, in ihrer neuen Heimat in Neuwied anzukommen. Menschen ein Leben in Würde zu ermöglichen ist ein Hauptanliegen unseres Vereins und Ladens“, so die beiden Vorstandsmitglieder. „Wir freuen uns über die großzügige Spende des Eine Welt Ladens in Neuwied und wünschen dem Eine-Welt Laden Neuwied und den ehrenamtlichen Mitarbeitenden alles Gute für die Zukunft“, betont EIRENE-Geschäftsführer Guido Dost.

(Foto: Thorsten Klein) Personen von links: Bilal Almasri, Guido Dost, Ulrich Siebörger, Brigitte Finkemeier, Katharina Bollinger, Manfred Kerber
BUZ: Mit einem festen Händedruck überreichte Ulrich Siebörger (dritter von links) Mitglied des Vorstands der „Aktion Eine Welt Neuwied“ eine Spende von 1.000 Euro an EIRENE Geschäftsführer Guido Dost (zweiter von links). Mit der Spende soll das EIRENE-Projekt „Starke Nachbar*innen unterstützt werden. Anwesend bei der Spendenübergabe waren Bilal Almasri, Mitarbeiter bei den „Starken Nachbar*innen (erster von links), sowie die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Weltladens Brigitte Finkemeier (vierte von links) und Katharina Bollinger (fünfte von links) und Vorstandsmitglied Manfred Kerber.
Seit 2017 setzt sich das Projekt „Starke Nachbar*innen“ dafür ein, dass Integration in der von kultureller Vielfalt geprägten Stadt Neuwied nicht nur ein Ziel, sondern gelebte Realität ist. Mit einem ganzheitlichen Ansatz, der auf zivile Konfliktbearbeitung und Mediation setzt, werden Konflikte rund um Migration und Integration konstruktiv bearbeitet. Das Projekt richtet sich dabei sowohl an Geflüchtete als auch an die Aufnahmegesellschaft – von Nachbarschaften über die Arbeitswelt bis hin zu Bildungseinrichtungen. Ein besonderes Merkmal des Projekts ist die Einbindung von Geflüchteten als aktive Mitgestaltende. Die beiden Projektverantwortlichen Iyad Asfour und Bilal Almasri stehen bei Integrationsprozessen motivierend zur Seite und sie wissen, wovon sie sprechen. Sie selbst kamen 2015 aus Syrien nach Deutschland. Ihr Engagement ist ein zentraler Baustein für die Glaubwürdigkeit und Authentizität des Projekts und Grund für seinen Erfolg. Mit ehrenamtlichen Aktionen wie die Teilnahme an Clean-Up-Days und dem „Einheitsbuddeln“ von Blumenzwiebeln am Tag der deutschen Einheit fördert das Projekt den Austausch zwischen Geflüchteten und Einheimischen. „Wir sehen nicht nur die Zugangshürden für Geflüchtete, sondern bauen sie aktiv ab, damit sie ein Teil der Gesellschaft werden“, betont Bilal Almasri, Mitarbeiter im Projekt „Starke Nachbar*innen. Die „Starke Nachbar*innen“ wurden für ihr Engagement 2025 mit dem Best-Practise-Beispiel des Integrationspreises des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Seit diesem Sommer engagiert sich das Projekt auch für die Integration und das friedliche Zusammenleben zwischen Geflüchteten und Einheimischen in Unkel.
