Als Sozialdemokrat fühle ich mich von der Abgrenzungsforderung zur Linken, wie sie der CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder von Ministerpräsident Alexander Schweitzer gefordert hat, persönlich getroffen und verletzt. Die Sozialdemokratie braucht in keinem Bundesland und so natürlich auch nicht in Rheinland-Pfalz Nachhilfe in Sachen Demokratie. Was man von der CDU leider nicht überall behaupten kann. Die große deutsche Sozialdemokratie mit ihrer großen Geschichte war im Januar 1933 die einzige Partei, die im Reichstag gegen das Ermächtigungsgesetz stimmte.

.Nie vergessen wird die Rede bleiben, in der Otto Wels erklärte: „Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht.“ Es waren Zentrumsleute, Sozialdemokraten, Kommunisten und generell politisch anders Denkende, die unter dem NS-Regime litten und oft starben. Im Übrigen sind die heutigen Linken in ihrer überwiegenden Mehrheit nicht mehr als verfassungsfeindlich verdächtig. Richtig allerdings ist es, wenn man die Linken hierzulande als überwiegend politikunfähig betrachtet. Die Feinde dieser Demokratie stehen heute eindeutig mal wieder rechts. Und die demokratischen Parteien sollten alles daran setzen, gegen die AfD zu mobilisieren. Leider gibt es bei der CDU auf Bundesebene einige Herrschaften, denen man empfehlen muss, keine Kuschelversuche mit den Rechten zu unternehmen. Laut einer Umfrage stehen 98 Prozent der Bundesdeutschen hinter der Demokratie. Es sollte unser aller Ziel sein, diese Tatsache in Stimmen für die demokratischen Parteien zu verwandeln.