Praxisseminar zu Reverse Engineering und 3D-Druck
Teilnehmer lernen am 8. September im Metall- und Technologiezentrum der Handwerkskammer Koblenz, wie Bauteile effizient rekonstruiert und hergestellt werden / Anmeldungen für die kostenlose Veranstaltung ab sofort möglich
KOBLENZ. Wie komme ich schnell zum passenden Ersatzteil? Häufig stehen funktionsfähige und wirtschaftlich arbeitende Investitionsgüter lange still oder müssen ersetzt werden, weil Ersatzteile nicht mehr oder nicht schnell genug lieferbar sind. Die Folgen sind erhebliche Kosten und Belastungen für die Umwelt. Auch bei der Restaurierung historischer Apparate, Maschinen oder Fahrzeuge sind passende Teile oft Mangelware. Hilfe gibt es hier durch digitale Technologien, die es ermöglichen, defekte oder verschlissene Bauteile zu erfassen, zu modellieren, zu optimieren und neu herzustellen. Das Verfahren nennt sich reverse engineering. Es beschleunigt Betriebsprozesse, verbessert Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit.

Ein kostenfreies Praxisseminar zeigt am Dienstag, 8. September, im Metall- und Technologiezentrum der Handwerkskammer (HwK) Koblenz, wie Reverse-Engineering-Technologien funktionieren und welche Rahmenbedingungen es dabei gibt. Die Teilnehmer erleben live, wie defekte Bauteile per 3D-Scan digital erfasst, modelliert und anschließend im 3D-Druck gefertigt werden. Begrüßt werden die Gäste von Peter Eich (Leiter der Berufsbildungszentren der HwK Koblenz) und Dr.-Ing. Friedhelm Fischer (Vorsitzender des tibb e. V.). Christian Fethke von der Carl Zeiss IQS Deutschland GmbH spricht über Einsatzmöglichkeiten des Reverse Engineerings. Mit Sascha Schwaderlapp (HwK Koblenz) demonstriert er die Geometrieerfassung mittels 3D-Scannern sowie die digitale Datenaufbereitung und Modellierung. Schwaderlapp demonstriert dann den Weg vom digitalen Modell bis zum fertigen Bauteil im 3D-Druck, spricht über Anwendungsbereiche, Grenzen und Kosten in der Praxis.
Über juristische Aspekte informiert Rechtsanwältin Susanne Terhorst (HwK Koblenz). Patrick Amato vom KI-Team der HwK Koblenz spricht über Künstlicher Intelligenz als Treiber der digitalen Wertschöpfung im Handwerk. Abschließend stellen Prof. Dr.-Ing. Steffen Ihlenfeldt (TU Dresden) und Roberto Seyfert (Fraunhofer IWU) innovative Verfahren zur Erzeugung von 3D-Daten aus 2D-Bildern vor. Außerdem gibt es Gelegenheit zum persönlichen Austausch und Netzwerken der Teilnehmer und Experten.
Das Seminar richtet sich an Handwerksbetriebe und alle Interessierten, die das Potenzial digitaler Fertigungstechnologien kennenlernen möchten. Es findet am Dienstag, 8. September, von 14 bis 18 Uhr statt, Einlass ist ab 13:30 Uhr. Veranstaltungsort ist das Metall- und Technologiezentrum der HwK Koblenz, August-Horch-Straße 6-8, 56070 Koblenz, Kompetenzzentrum, Raum 2.08. 
Die Teilnahme ist kostenfrei, die Teilnehmerzahl begrenzt.. Eine Anmeldung ist erforderlich und ab sofort möglich unter https://eveeno.com/reverse-engineering-handwerk (oder über den beigefügten QR-Code)
Informationen gibt bei der Handwerkskammer Koblenz Udo Albrecht unter udo.albrecht@hwk-koblenz.de