Förderung der Jugendstiftung im Bistum Trier ermöglicht unbeschwerte Ferien
Foto Marga Meier / Pfarrbriefservice.de 
Bistumsweit/Trier/Neuwied – „Unser Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen, die aufgrund ihrer Lebensumstände oder ihrer Gesundheit geringere Chancen im Leben haben, Hilfestellung zu geben, um besser ins Leben zu starten.“ So erklärt Kuratoriumsvorsitzender Benedikt Welter die Idee hinter der 2008 gegründeten Jugendstiftung des Bistums Trier. 2025/26 liegt der Fokus auf Ferienfreizeiten – und damit auf gesellschaftlicher Teilhabe. 
Dank der Förderung durch die Jugendstiftung konnten in den vergangenen anderthalb Jahren 129 junge Menschen, deren Familien die Kosten nicht allein stemmen konnten, mit Gleichaltrigen in die Ferien fahren, den Alltag hinter sich lassen und Gemeinschaft erleben. Dafür wurden bislang rund 16.700 Euro ausgeschüttet.

„Die Stiftung fördert pädagogische, diakonische, pastorale und liturgische Vorhaben in der Jugendarbeit, die das verantwortliche Denken und Handeln junger Menschen auf der Grundlage christlicher Nächstenliebe und freiheitlich demokratischer Verantwortung entwickeln, die die christliche Botschaft jungen Menschen in ihrem Lebenskontext nahebringen und die das ehrenamtliche Engagement für die Jugend stärken und ausbauen“, heißt es vonseiten der Jugendstiftung. 
 

Symbolfoto Marga Meier / Pfarrbriefservice.de 

Ameland-Ferienfreizeit der Pfarrei Neuwied St. Matthias
Ein konkretes Beispiel, wie das gelingen kann, ist die Kinderfreizeit auf der niederländischen Insel Ameland der Pfarrei Neuwied St. Matthias unter dem Motto „Der Fluch der Schatzinsel“, an der auch ukrainische Jugendliche mit Fluchterfahrung teilnahmen. 48 Neun- bis 15-Jährige aus dem Umkreis Neuwied, 13 Betreuer*innen, vier Köchinnen und Köche und ein Baby verbrachten dort im Juni und Juli erlebnisreiche Tage mit einem vielseitigen Programm, das nicht nur Spaß machen, sondern auch Sozialkompetenz und Eigenverantwortung fördern sollte – darunter eine Treckerfahrt, eine Wattwanderung, Fahrradtouren, Schwimmen im Meer, ein Casinoabend und das Karaoke-Spiel „Singstar“. Seit 2022 nehmen jedes Jahr rund 30 Prozent ukrainische Kinder an der Freizeit teil; dieses Mal verstärkten zudem zwei junge Ukrainer*innen das Betreuenden-Team. Die Sprachbarriere sei inzwischen Geschichte, berichtet Lukas Zervudakis, der die Freizeit geleitet hat: „Während die Fahrt im ersten Jahr noch komplett zweisprachig durchgeführt wurde, verständigen sich inzwischen alle problemlos auf Deutsch.“ 
Winelounge während der Heilig-Rock-Tage: 15.000 Euro für Jugendstiftung
Um möglichst allen interessierten Kindern und Jugendlichen die Teilnahme an der Ameland-Ferienfreizeit zu ermöglichen, habe man Förderbeträge aus verschiedenen Töpfen kombinieren können, erklärt Welter. „Es gibt etwa Jugendliche mit Halb- und Vollwaisenrente oder Familien, die Grundsicherung beziehen, bei denen Einzelförderungen und Zuschüsse für Bildung und Teilhabe über die Stadt und den Landkreis Neuwied möglich sind. Der jeweilige Fehlbetrag wurde dann von unserer Jugendstiftung getragen.“ Eine der größten Einnahmequellen sei übrigens die Winelounge während der Heilig-Rock-Tage in Trier, so Welter. In diesem Jahr kamen dort sage und schreibe 15.000 Euro für die Jugendstiftung zusammen. Wer dem Rebensaft wenig abgewinnen kann, aber Kindern und Jugendlichen, die in finanziell unsicheren Verhältnissen aufwachsen und deren Alltag nicht immer leicht ist, unbeschwerte und unvergessliche Momente bereiten will, kann spenden an: 
Jugendstiftung des Bistums Trier IBAN: DE10 3706 0193 3018 0040 10 BIC: GENODED1PAX (Pax-Bank Trier eG)
Für das zweite Halbjahr können noch bis zum 15. Oktober Förderanträge gestellt werden. Antragsberechtigt sind Pfarreien, katholische Jugendverbände und Jugendorganisationen sowie Jugendeinrichtungen in katholischer Trägerschaft. Weitere Informationen gibt es auf https://t1p.de/jugendstiftung. 
(ih)