
Land gibt grünes Licht für Ganztagsausbau: Heddesdorfer Berg ab 2026, Heimbach-Weis, Feldkirchen und Engers ab 2027
Foto: Stadtverwaltung Neuwied / Nico Burkhardt
Die Stadt Neuwied kann ihren Ausbau der Ganztagsschulen wie geplant fortsetzen: Das rheinland-pfälzische Bildungsministerium hat jetzt die entsprechenden Zusagen für insgesamt vier Grundschulen erteilt. Damit kann die Grundschule Heddesdorfer Berg zum kommenden Schuljahr 2026/27 mit dem Ganztagsbetrieb starten. Die Margaretenschule in Heimbach-Weis, die Grundschule Feldkirchen sowie die Kunostein-Grundschule in Engers haben die erwarteten „Options-Zusagen“ erhalten, dass dort der Ganztagsbetrieb nach einer einjährigen Vorbereitungsphase zum Schuljahr 2027/28 beginnen kann.
„Das sind hervorragende Nachrichten für viele Familien in unserer Stadt“, freut sich Bürgermeister Peter Jung. „Ganztagsschulen schaffen bessere Bildungschancen, stärken Kinder individuell und helfen Eltern dabei, Familie und Beruf besser miteinander zu vereinbaren.“ Das Bildungsministerium hebt in seinen Schreiben ausdrücklich die gute Vorbereitung und die enge Zusammenarbeit zwischen Schulen und Stadtverwaltung hervor. Die Errichtung der Ganztagsangebote leiste einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Chancengerechtigkeit und Teilhabe in Neuwied, heißt es da.

Bürgermeister Peter Jung und Schulamtsleiterin Sandra Thannhäuser freuen sich, dass es an der Grundschule Heddesdorfer Berg nach den Sommerferien mit dem Ganztagsbetrieb losgehen kann. Ein Jahr später können dann drei weitere Grundschulen im Stadtgebiet folgen. Foto: Stadtverwaltung Neuwied / Nico Burkhardt
Bereits heute verfügen vier der zwölf städtischen Grundschulen über ein Ganztagsangebot. Wenn im kommenden Schuljahr eine weitere Ganztagsschule in Angebotsform und im folgenden Schuljahr drei weitere Grundschulen hinzukommen, hält die Stadt zukünftig an mehr als der Hälfte ihrer Grundschulen ein entsprechendes qualitatives Angebot vor. Dieses umfasst an vier Tagen pro Woche Unterricht und Betreuung bis 16 Uhr, ein warmes Mittagessen, Lernzeiten sowie zusätzliche Bildungs- und Freizeitangebote. Die Ganztagsschulen werden dabei jeweils in Angebotsform eingerichtet. Das heißt explizit: Die Teilnahme bleibt für Familien freiwillig. Sie entscheiden vor jedem einzelnen Schuljahr neu, ob sie das Angebot annehmen oder die klassische Variante bis mittags wählen.
Für die Stadt Neuwied ist der Ausbau ein zentraler Baustein ihrer familien- und bildungspolitischen Strategie. „Als Kinderfreundliche Kommune wollen wir allen Kindern faire Chancen eröffnen, unabhängig von Herkunft oder sozialem Hintergrund“, betont Peter Jung. „Deshalb haben wir bereits frühzeitig die personellen und organisatorischen Strukturen in der Verwaltung gestärkt, um die bestehenden Ganztagsschulen und die neuen Angebote dauerhaft gut begleiten und unterstützen zu können.“
Parallel arbeitet die Stadtverwaltung bereits an weiteren Konzepten zur Betreuung von Kindern außerhalb der Unterrichtszeiten. Hintergrund ist der stufenweise Ausbau des gesetzlichen Ganztagsanspruchs, der künftig auch Ferienzeiten umfasst. Dazu führt das Jugendamt aktuell eine Bedarfsabfrage durch und entwickelt gemeinsam mit freien Trägern Perspektiven für zusätzliche Ferienangebote.
Bis zum Start der neuen Angebote in Heimbach-Weis, Feldkirchen und Engers stehen nun umfangreiche organisatorische, bauliche und pädagogische Vorbereitungen an. Dazu gehören unter anderem die weitere Abstimmung mit der ADD und dem Pädagogischen Landesinstitut, die Entwicklung der konkreten Konzepte vor Ort sowie die Vorbereitung zusätzlicher Angebote und Kooperationen. „Wir haben jetzt die notwendige Planungssicherheit und zugleich ausreichend Zeit, um gemeinsam mit den Schulen qualitativ hochwertige Ganztagsangebote aufzubauen“, erklärt Sandra Thannhäuser als Leiterin des Amtes für Schule und Sport „Der erste wichtige Schritt ist gemacht. Jetzt liegt noch viel Arbeit vor uns, die wir nur gemeinsam mit allen Beteiligten erfolgreich bewältigen können. Unser Ziel ist ein starkes und verlässliches Angebot für Kinder und Familien in Neuwied.“
Nach den Sommerferien sind zudem weitere Informationsveranstaltungen für Eltern durch die Stadt Neuwied geplant.
Der Bürgermeister dankt ausdrücklich allen Beteiligten für die gute und zielführende Zusammenarbeit. Besonders hebt er dabei das Engagement der Mitarbeitenden der verschiedenen Ämter der Stadtverwaltung Neuwied sowie die Unterstützung des zuständigen Schulaufsichtsbeamten der ADD, Christian Jäckels, sowie von Abteilungsleiter Tobias Klag aus dem Bildungsministerium hervor.

