Warum sammeln wir, was treibt uns an? Und was können wir darüber von unseren Vorfahren lernen? Ein Vortrag im MONREPOS führt zurück zu den letzten Jäger- und Sammlergruppen Europas.

 Bildinfo: © MONREPOS | LEIZA | Foto: Marie Sjøvold
Neuwied. Die Freude über einen Fund am Wegesrand, der Drang, Dinge zu sammeln, oder das Bedürfnis, Vorräte anzulegen: Was uns heute vertraut erscheint, hat tiefe Wurzeln in der frühen Menschheitsgeschichte. Wie eng unser heutiges Verhalten mit dem Leben unserer frühen Vorfahren verbunden ist, zeigt Dr. Daniela Holst von der Universität zu Köln in ihrem Vortrag „Jäger, Sammler, Fischversteher“ im MONREPOS.

Im Mittelpunkt stehen die letzten Jäger- und Sammlergruppen Europas, die in Nordeuropa noch bis vor etwa 6000 Jahren lebten. Schon vor rund 12.000 Jahren veränderte der Übergang von der letzten großen Kaltzeit zur heutigen Warmzeit ihre Lebensbedingungen grundlegend. Die Menschen mussten sich an neue Landschaften und neue klimatische Verhältnisse anpassen. Zugleich gewannen Vorratshaltung, Territorialverhalten und erste Vorstellungen von Eigentum und Besitz an Bedeutung.

Dr. Daniela Holst nimmt das Publikum mit in diese Zeit des Umbruchs und zeigt, wie die Menschen ihren Alltag meisterten und mit Jagen, Sammeln und Fischfang ihre Nahrungsversorgung sicherstellten. Dieser Blick in die Vergangenheit eröffnet dabei Perspektiven auf menschliche Verhaltensweisen, die bis heute nachwirken.

Der Vortrag bildet den Abschluss des MONREPOS-Themenprogramms „Sammeltrieb“, das sich in den vergangenen drei Monaten mit den Ursprüngen menschlicher Sammelleidenschaft beschäftigt hat.

 Bildinfo: © MONREPOS | LEIZA | Foto: Marie Sjøvold



Termin mit Anmeldung:
Freitag, 30. Oktober, 18.00 Uhr

Wo?
MONREPOS Archäologisches Forschungszentrum und Museum für menschliche Verhaltensevolution
Schloss Monrepos, 56567 Neuwied a. Rhein.

Anmeldung und weitere Informationen zu den Veranstaltungen: 
Tel.: 02631 9772-0 | E-Mail: monrepos@leiza.de
monrepos.leiza.de
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