
Leitung zwischen Brunnen im Engerser Feld und Wasserwerk Neuwied-Block wurde verlegt
30.06.2026. Foto: Drohnenbild/Ingenieurbüro Hartwig
Neuwied. Die Stadtwerke Neuwied (SWN) strukturieren ihre Trinkwasserversorgung grundlegend um. Kernstück der Maßnahme ist eine neue Verbundleitung zwischen den Trinkwasser-Gewinnungsbrunnen im Engerser Feld und dem Wasserwerk in Neuwied-Block.
„Das Trinkwasser fließt künftig nicht mehr direkt in das Leitungsnetz, sondern zunächst in eine Vorbehälterkammer auf dem Wasserwerk“, erklärt SWN-Bereichsleiter Peter Dunkel. „Mit dieser Neuordnung schaffen wir mehr Versorgungssicherheit für unsere Kunden, da die Trinkwasserversorgung besser vor Extremwetterereignissen, technischen Ausfällen und möglichen Verunreinigungen geschützt wird."
Gleichzeitig erfülle die neue Anlage die aktuellen Anforderungen der oberen Wasserbehörde und des Gesundheitsamts. Die Neustrukturierung berücksichtige zudem Szenarien mit steigendem Wasserbedarf in der Region – eine vorausschauende Planung für die kommenden Jahrzehnte.
An der hohen Qualität des Neuwieder Trinkwassers ändert sich durch die Umstrukturierung nichts. Das Wasser benötigt weiterhin keine chemische oder biologische Aufbereitung. Die Versorgung läuft während der gesamten Bauphase ohne Einschränkungen weiter

Im Engerser Feld wurde eine neue Verbundleitung zum Wasserwerk Neuwied-Block verlegt, um künftig eine sichere Trinkwasserversorgung zu gewährleisten. Foto: Drohnenbild/Ingenieurbüro Hartwig
Der erste Bauabschnitt ist bereits weit fortgeschritten: Rund 2.000 Meter neue Rohrleitung – zwei parallel verlaufende Leitungen – wurden zwischen dem Engerser Feld und dem Wasserwerk Block verlegt. „Die Oberflächen entlang der Engerser Landstraße sind bereits wiederhergestellt, sodass von den Erdarbeiten kaum noch etwas zu sehen ist“, sagt SWN-Bereichsleiter Lukas Endres. „Bis Ende des Jahres kümmern wir uns um den verbleibenden Abschnitt in Richtung Gaskugel in der Hafenstraße, wobei wir die B256 einmalig unterirdisch queren müssen, ohne den Straßenverkehr zu beeinträchtigen.“
Parallel dazu läuft die Kernsanierung der Pufferkammer – ein kontrollierter Zwischenspeicher für das Trinkwasser – im Wasserwerk Block. Wände, Decke und die gesamte Technik werden erneuert. Diese Arbeiten sollen ebenfalls bis Ende 2026 abgeschlossen sein.
Das Gesamtprojekt liegt derzeit gut im Zeitplan. „Im Wasserwerk Block bauen wir zusätzlich eine Riesleranlage, die das Rohwasser belüftet, sodass der pH-Wert ansteigt und das Wasser etwas weicher wird“, fasst Endres die weiteren Bauabschnitte ab 2027 zusammen. „Zudem planen wir eine weitere Verbindungsleitung vom Wasserwerk Block bis zur Rostocker Straße an der B42. Sobald die Arbeiten öffentliche Bereiche betreffen, werden wir rechtzeitig informieren.“

