MdB Josef Oster informiert sich über Leistungsschwerpunkte des Maximalversorgers in Koblenz

Foto:  GK-Mittelrhein/Kerstin Macher & Jutta Münch
KOBLENZ. Das GK-Mittelrhein hat MdB Josef Oster (CDU) im Rahmen seiner Sommertour eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit des Maximalversorgers in der Region an den beiden Standorten in Koblenz vorgestellt. „Ich bin sehr beeindruckt von der Leistung und dem Engagement hier vor Ort“, betonte der Bundestagsabgeordnete. Bei seinem Besuch im Kemperhof und im Ev. Stift St. Martin informierte sich Oster über die starken Disziplinen Onkologie und Gastroenterologie, Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Notfallversorgung.

Chefarzt Prof. Dr. med Kilian Weigand (links) demonstriert MdB Josef Oster (2. von links), was die moderne Endoskopie im Kemperhof unter anderem bei der Versorgung von Krebspatienten im zertifizierten Onkologischen Zentrum Koblenz Mittelrhein leistet. Foto:  GK-Mittelrhein/Kerstin Macher & Jutta Münch

Im Kemperhof erhielt der Abgeordnete von Prof. Dr. med. Kilian Weigand, Chefarzt Innere Medizin – Gastroenterologie, Gastroenterologische Tumortherapie und Diabetologie, Einblicke in das umfassende endoskopische Leistungsspektrum. Es spielt unter anderem für die Versorgung von Krebspatienten im zertifizierten Onkologischen Zentrum Koblenz-Mittelrhein eine wesentliche Rolle, wie der stellvertretende Zentrumsleiter erläuterte. Dieses Zentrum ist das einzige im nördlichen Rheinland-Pfalz und stellt mit modernsten diagnostischen und therapeutischen Verfahren die Versorgung auf aktuellem medizinischem Niveau sicher. Gleichzeitig wurde im Austausch mit der Geschäftsführung deutlich, dass insbesondere die politisch gewünschte Ambulantisierung onkologischer Leistungen aktuell auf strukturelle Hürden stößt: Die Umsetzung der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) gestaltet sich in Rheinland-Pfalz im Bundesvergleich besonders schwierig. Hinzu kommen wirtschaftliche Herausforderungen wie steigende Kosten für Energie, Transport und insbesondere Verbrauchsmaterialien, die einer unzureichenden Refinanzierung gegenüberstehen und damit die wirtschaftliche Erbringung hochspezialisierter Leistungen erschweren, wie Geschäftsführer Christian Straub und Geschäftsführerin Alexandra Kiauk betonten.
Am Ev. Stift St. Martin informierte sich Josef Oster über die Orthopädie und Unfallchirurgie unter der Leitung von Prof. Dr. med. Konrad Schütze, die als größte Abteilung ihrer Art in der Region jährlich rund 3.500 stationäre Fälle behandelt und das gesamte Spektrum des Fachgebiets abdeckt. Als größtes SAV-Haus der Region übernimmt die Klinik zudem überregionale Verantwortung für schwerverletzte Patienten. Ergänzt wird das Leistungsspektrum durch ein anerkanntes Zentrum für Querschnittlähmung – das zweitälteste bundesweit – sowie durch eine enge Verzahnung mit rehabilitativen Angeboten, unter anderem im Rahmen der berufsgenossenschaftlichen stationären Weiterbehandlung (BGSW).

Chefarzt Prof. Dr. med Konrad Schütze (2. von rechts) gewährt MdB Josef Oster (rechts) spannende Einblicke in das Leistungsspektrum der modernen Orthopädie und Unfallchirurgie im Ev. Stift St. Martin.  Foto:  GK-Mittelrhein/Kerstin Macher & Jutta Münch

Besonders beeindruckt zeigte sich der Bundestagsabgeordnete von der standortübergreifend abgestimmten Notfallversorgung des GK-Mittelrhein. Mit rund 60.000 behandelten Patienten jährlich betreiben die beiden Koblenzer Standorte gemeinsam die größte zentrale Notaufnahme (ZNA) der Region. „Durch klare Schwerpunktsetzungen und standardisierte Abläufe wird sichergestellt, dass jeder Patient gezielt dort versorgt wird, wo die bestmögliche Behandlung gewährleistet ist: Schwerstverletzte werden am Ev. Stift St. Martin behandelt, wo unfallchirurgische und neurochirurgische Expertise gebündelt sind, während Kinder und Jugendliche primär im Kemperhof mit seinen spezialisierten pädiatrischen Strukturen versorgt werden“, erläuterte ZNA-Chefärztin Karin Stahl. „Jährlich verzeichnet das GK-Mittelrhein im Ev. Stift rund 300 Schockraumalarmierungen, darunter etwa 100 Schwerverletzte“, ergänzte Prof. Dr. med. Konrad Schütze.