Das Ludwig Museum Koblenz lädt im Nachgang des diesjährigen Weltfrauentags zu einer Podiumsdiskussion ein. Unter dem Titel „Art and creativity. Artists under pressure“ findet am Samstag, 14. März, von 17:00 bis 19:00 Uhr eine Podiumsdiskussion statt. Die Kosten hierfür betragen 6,00 € zzgl. Museumseintritt. Es bedarf keiner Voranmeldung.  

In vielen Ländern stehen Kunst und Kreativität massiv unter Druck oder sind ganz verboten – besonders Frauen wird künstlerische Arbeit und öffentliche Sichtbarkeit verwehrt. Beispiele wie Syrien, Afghanistan und Iran zeigen, wie kulturelles Erbe zerstört, künstlerische Freiheit eingeschränkt und das Leben von Künstlerinnen und Künstlern bedroht wird. Diese Fälle verdeutlichen jedoch nur einen Teil eines weit größeren, komplexen Ausmaßes an Gewalt, Unterdrückung und teils unsichtbarem Terror in autokratisch und diktatorisch regierten Staaten.

Es soll gemeinsam darüber nachgedacht werden, was es für eine Gesellschaft bedeutet, wenn Kunst und Kreativität aus dem Alltag verdrängt oder sogar kriminalisiert werden. Dabei geht es um die tiefgreifenden Folgen eines solchen Ausschlusses – insbesondere um den Verlust kultureller Identität und die Frage, wie sich dieser überhaupt begreifen lässt. Zugleich richtet sich der Blick auf Künstlerinnen und Künstler, die trotz Repressionen Wege finden, ihrer Arbeit weiter nachzugehen, und auf die besonderen Ausdrucksformen ihrer „Sprache“, die jenseits konventioneller Kommunikationsmittel funktioniert und dennoch verstanden werden kann. In diesem Zusammenhang stehen auch Spannungsfelder zwischen autoritärer Macht und Feminismus sowie die Verantwortung freierer Länder, mehr Sichtbarkeit für unterdrückte und verfolgte Menschen zu schaffen.

Es diskutieren: 

Parastou Forouhar (Deutsch-Iranische Künstlerin und Aktivistin), 

Jaleh Tavassoli (Iranische Künstlerin, Aktivistin und Stipendiatin im Künstlerbahnhof Ebernburg) sowie 

Dr. Schoole Mostafawy (Deutsch-Iranische Kunsthistorikerin und Leiterin des Referats Kunst- und Kulturgeschichte am Badischen Landesmuseum, Schwerpunkt "Global Art History").

Moderation: Prof. Dr. Beate Reifenscheid, Direktorin Ludwig Museum, Koblenz

Im Anschluss wird ein Umtrunk gereicht.