Anna Jurke-Weiland aus Neustadt/Wied gewinnt Regionalentscheid des Vorlesewettbewerbs im Kreis Neuwied

Foto: Julia Hinz / Kreisverwaltung Neuwied
Kreis Neuwied. Beim Regionalentscheid des Vorlesewettbewerbs im Kreis Neuwied im Roentgen-Museum belegte Anna Jurke-Weiland den ersten Platz. Vorgelesen hatte die Schülerin des Wiedtal-Gymnasiums in Neustadt/Wied zum einen aus dem Buch: "Ein Mädchen namens Willow - Nebeltanz (Band 4)" von Sabine Bohlmann; hinzu kam eine unbekannte Textstelle aus „Vorstadtkrokodile" des Autors Max von der Grün. In der entscheidenden Runde meisterte sie souverän diese Aufgabe, bei der es besonders auf Lesefluss, Betonung und Textverständnis ankommt.
„Der heutige Vorlesewettbewerb hat eindrucksvoll gezeigt, welch ein großes Potential in unseren jungen Leserinnen und Lesern steckt. Sie haben nicht nur Texte vorgetragen, sondern Geschichten zum Leben erweckt. Anna Jurke-Weiland hat die Jury mit ihrer Vortragsweise besonders überzeugt. Für den weiteren Wettbewerb in Koblenz wünsche ich ihr viel Erfolg,“ gratulierte Landrat Achim Hallerbach, der ebenfalls Mitglied der Jury war. Sollte sich Anna Jurke-Weiland auch beim Bezirksentscheid in Koblenz am 24. März in der Stadtbibliothek Koblenz durchsetzen, ginge es zum Landesentscheid in Mainz. Der Sieger oder die Siegerin des Landesentscheids wird Rheinland-Pfalz beim bundesweiten Finale am 26. Juni 2026 in Berlin vertreten. 

Insgesamt hatten 14 Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen aus Gymnasien, Realschulen und der Landesschule für Gehörlose und Schwerhörige ihr Vorlese-Können unter Beweis gestellt.  Sie waren zuvor an ihren jeweiligen Schulen als beste Vorleserinnen und Vorleser ausgewählt worden und hatten damit bereits dort einen persönlichen Sieg errungen. Mit viel Engagement, sicherer Lesetechnik und großer Ausdrucksstärke präsentierten sie ihre ausgewählten Texte und überzeugten durch die Fähigkeit, ihre Geschichten lebendig vorzutragen.

Strahlende Siegerin: Anna Jurke-Weiland setzte sich mit ihrem ausdrucksstarken Vortrag durch und überzeugte die Jury beim Regionalentscheid des Vorlesewettbewerbs im Kreis Neuwied. Foto: Julia Hinz / Kreisverwaltung Neuwied
 

Der Vorlesewettbewerb wurde 1959 ins Leben gerufen und zählt mit rund 600.000 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern jährlich zu den größten Schulwettbewerben Deutschlands. Ziel ist es, die Freude am Lesen zu fördern und die Lesekompetenz nachhaltig zu stärken. 
„Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die gewaltigste.“ Dieses Zitat von Heinrich Heine beschreibt treffend die Bedeutung des Lesens – eine Bedeutung, die auch Landrat Achim Hallerbach in seiner Ansprache hervorhob.
So betonte der Landrat, wie wichtig es ist zu lesen und dass es gerade in jungen Jahren entscheidend ist, den Umgang mit Wörtern zu lernen.
„Alle Schülerinnen und Schüler haben heute eindrucksvoll gezeigt, wie viel Lesebegeisterung und Talent in unserer Region steckt“, würdigte er die Leistungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Auch die Vorjahressiegerin Jule Schaub richtete sich im Anschluss an alle Vorleserinnen und Vorleser und gab ihnen einen persönlichen Tipp: Trotz aller Aufregung solle man vor allem Spaß am Lesen haben.
Die 14 Kinder machten es der Jury alles andere als leicht. Mit ihren ausdrucksstarken Beiträgen zeigten sie ein beeindruckend hohes Niveau. Jede und jeder Einzelne brachte seine Geschichte auf ganz eigene Weise zum Leben – eine Entscheidung zu treffen, war daher keine leichte Aufgabe für die bunt gemischte Jury. Sie setzte sich zusammen aus Landrat Achim Hallerbach, Antje Escher (Referatsleitung Kreisjugendamt), Jennifer Stein (Leiterin Roentgen-Museum), der Vorjahressiegerin Jule Schaub, der Autorin Doris Litz, Hans-Jürgen Schmitt (Evangelische Gemeindebücherei) sowie dem pensionierten Lehrer Hans-Georg Poredda.
Moderiert und organisiert wurde die Veranstaltung von der Kreisjugendpflege des Kreises Neuwied mit Nicole Bauer, Sina Muscheid und Simone Höhner. Musikalisch wurde die Veranstaltung von der Pianistin Evelyn Warjuschin am Klavier begleitet.
Zum Abschluss betonte Landrat Achim Hallerbach noch einmal die Bedeutung solcher Wettbewerbe: „Der Vorlesewettbewerb zeigt, wie wichtig es ist, junge Menschen früh für das Lesen zu begeistern. Wer sicher mit Sprache umgeht, gewinnt nicht nur Wissen, sondern auch Selbstvertrauen.“

Die 14 jungen Vorlesetalente aus dem Kreis Neuwied überzeugten beim Regionalentscheid mit viel Ausdrucksstärke und Lesebegeisterung. Die Jury, unter anderem mit Landrat Achim Hallerbach, unterstützte den Nachwuchs beim Wettbewerb und gratulierte zu den starken Vorträgen. Foto: Julia Hinz / Kreisverwaltung Neuwied