Torneyer Familie braucht dringend größere Wohnung und medizinisches Therapiegerät

Foto: Teofil Abu-Mansur
Was für Familie Ebertz aus dem Neuwieder Ortsteil Torney ganz normaler Alltag ist, können sich die meisten Menschen überhaupt nicht vorstellen. Ihr fünfjähriger Sohn Manuel ist mit einem seltenen Gendefekt zur Welt gekommen und deshalb auf umfassende alltägliche Versorgung angewiesen. Um die Familie finanziell zu entlasten, spendete die städtische Musikschule 300 Euro aus dem Erlös des eigenen Sommerkonzerts. Um dem lebensfrohen Jungen die größtmögliche Selbstständigkeit für seine Zukunft zu ermöglichen, setzt die Familie auf modernste medizinische Therapiegeräte – doch die sind in der Anschaffung sehr teuer. Deshalb hat die Familie online eine Spendenkampagne aufgesetzt.

Manuel Ebertz kommt 2021 mit einem Hirnbruch und geplatzten Lungen zur Welt. Er muss nach der Geburt sofort reanimiert werden und dann lange Zeit in der Uni-Klinik in Bonn verbringen. Hier wird das Joubert-Syndrom diagnostiziert – eine seltene Genmutation, bei dem das Kleinhirn nicht richtig entwickelt ist, was zu diversen körperlichen und kognitiven Einschränkungen führt. Seitdem hat sich im Leben von Julia und Thomas Ebertz eine Menge verändert. Sie kümmern sich mit viel Hingabe um den fröhlichen Jungen, doch Manuel kann trotzdem viele Dinge nicht, die für Kinder in seinem Alter normal selbstverständlich sind: sich selbstständig aufsetzen, stehen oder laufen. Mit einem modernen medizinischen Therapiegerät wie dem „Galileo Med 35“ könnte sich das ändern: Es wird häufig bei Kindern mit neurologischen und motorischen Einschränkungen eingesetzt und fördert durch Vibrationsbewegungen die Muskulatur, Körperspannung, Koordination, Stabilität und das Gleichgewicht. Kostenpunkt: 5.500 bis 6000 Euro. Für die sechsköpfige Familie – Manuel hat noch drei Geschwister – alleine nicht zu stemmen.

Foto: Teofil Abu-Mansur

Deshalb hat die Familie auf dem Internetportal „GoFundMe“ einen Spendenaufruf eingerichtet. Unter https://www.gofundme.com/f/hilfe-fur-manuel-ein-schritt-in-richtung-selbststandigkeit finden Interessierte mehr Details über Manuels Situation und haben die Möglichkeit, Familie Ebertz finanziell zu unterstützen. Auch die eigene Wohnsituation bereitet der Familie Kopfzerbrechen: Aktuell lebt die sechsköpfige Familie auf 80 Quadratmetern, das Badezimmer ist nicht barrierefrei. Weil das alles andere als ideal ist, sucht die Familie eine neue, größere Wohnung. Wer weiterhelfen oder vielleicht direkt eine passende Wohnung anbieten kann, kann sich per E-Mail unter ebertzjulia24@gmail.com melden.