
Neuwieder Bündnis für Demokratie und Toleranz - (Fotos: Willi Luttenberger)
Am 11.1.26 hatte das Neuwieder Bündnis für Demokratie und Toleranz zu einer stillen Protestaktion mit dem Motto "Die Würde des Menschen ist unantastbar" in die Blocker Kirche in Neuwied eingeladen. Anlass war der Neujahrsempfang der AfD im Blocker Bürgerhaus. Rund 150 Menschen waren dem spontanen Aufruf gefolgt.

(Foto: Willi Luttenberger)
Der Sprecher des Bündnisses Peter Schwarz begrüßte die Teilnehmenden - nicht ernst gemeint - mit "woke Freundinnen und Freunde und liebe Gutmenschen" und bezog sich damit auf ein Schimpfwort aus der rechtsautoritären Szene, mit dem Aktive belegt werden, die sich gegen demokratiefeindliche Tendenzen in der Gesellschaft wehren. Unter großem Kirchengeläut zog die Gruppe mit Kerzen zum Bürgerhaus, verbrachte einige Zeit in Stille und sang das Lied "We shall overcome", begleitet von Simon Waldeck auf dem Saxophon. Dass der Protest in Stille gegen die Auffassungen der Partei der AfD, nicht aber gegen die AfD - Parteimitglieder als Menschen gerichtet war, drückte ein Plakat von Teilnehmenden aus: "Unsere Welt ist komplex und nur gemeinsam finden wir Wege". Nach der Aktion ging es zurück in die Blocker Kirche. Sonja Kirst führte dort in die Plakate der Ausstellung "Haltung heute" ein.
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(Foto: Willi Luttenberger)
Dekan Peter Dörrenbächer dankte in einem Grußwort den Anwesenden für ihr Erscheinen. Die katholische Kirche sei mit dem Pastoralen Raum bewusst dem Neuwieder Bündnis für Demokratie und Toleranz beigetreten. Es sei fundamentaler christlicher Glaube, dass jedem Menschen unabhängig von Herkunft, Religion und anderen Kennzeichen die gleiche Menschenwürde zukommt. Die Kirche habe nicht immer diese Überzeugung umfassend umgesetzt. Deshalb sei es wichtig, dass Christen im Neuwieder Bündnis mit Menschen anderer religiösen und weltanschaulichen Überzeugung zusammenarbeiten, um voneinander zu lernen. Mit Musik und dem Gebet der Vereinten Nationen schloss die Veranstaltung: "An uns liegt es, aus der Erde einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält nicht zerrissenen durch sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung."


