Von mittelalterlichen Türmen bis zu historischen Industrieanlagen: Am 13. September laden zahlreiche Denkmäler zu Führungen, Besichtigungen und besonderen Einblicken ein
Mittelrhein. Am Sonntag, 13. September 2026, öffnen zahlreiche Denkmäler am Mittelrhein ihre Türen. Historische Türme, Kirchen, Klöster, Festungsanlagen und technische Bauwerke können besichtigt werden. Viele der teilnehmenden Orte bieten Führungen und Einblicke in Bereiche, die gewöhnlich nicht öffentlich zugänglich sind.
Der bundesweite Aktionstag steht in diesem Jahr unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“. Im Mittelpunkt stehen Bauwerke, die Menschen miteinander verbunden oder das gesellschaftliche Leben geprägt haben. Das Programm am Mittelrhein erstreckt sich von Remagen und Unkel über Koblenz bis nach Bingen und Rüdesheim.

Festungsgeschichte und mittelalterliche Stadtbefestigungen
In Koblenz laden mehrere Anlagen der ehemaligen preußischen Festung zu Entdeckungstouren ein. Auf der Feste Kaiser Franz führen Rundgänge durch den Festungspark. Das Fort Asterstein und das Fort Konstantin vermitteln ebenfalls Einblicke in die Geschichte der Festungsstadt. 
Mittelalterliche Wehr- und Stadttürme prägen das Programm in weiteren Orten. In Andernach kann der Runde Turm bestiegen werden, während der Königsstuhl und der Scharfenturm in Rhens von der politischen und städtischen Geschichte des Ortes erzählen. Auch in Oberwesel und Bacharach öffnen Bauwerke der historischen Stadtbefestigungen ihre Türen.
Kirchen, Klöster und historische Schlossräume
Sakralbauten geben Einblicke in unterschiedliche Epochen der Architektur- und Glaubensgeschichte. Zu den teilnehmenden Orten gehören die Peterskapelle in Spay mit ihren mittelalterlichen Wandmalereien sowie mehrere Kirchen in Braubach. In Lahnstein können die Johanniskirche und weitere historische Bauwerke entdeckt werden.
Das ehemalige Minoritenkloster in Oberwesel lädt dazu ein, die Kirchenruine, die Sakristei und den Klostergarten zu erkunden. In der Abtei St. Hildegard in Rüdesheim stehen der Klostergarten und der Friedhof im Mittelpunkt besonderer Führungen.
Historische Wohn- und Repräsentationsbauten ergänzen das Programm. Im Schloss Engers in Neuwied können unter anderem der Dianasaal und die Museumsräume besichtigt werden. Das Martinsschloss in Lahnstein gewährt seltene Einblicke in ein privat genutztes Schloss. In Lorch vermittelt der Landsitz Kammerburg mit historischen Bauunterlagen und seiner weitgehend erhaltenen technischen Ausstattung ein Bild vom modernen Wohnen zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Technik und frühere Arbeitswelten
Wie eng die Entwicklung der Region mit dem Rhein verbunden ist, zeigen der Alte Krahnen in Andernach und der Alte Kran in Bingen. Beide Bauwerke erinnern an den früheren Warenumschlag am Fluss und machen historische Technik anschaulich.
In Kaub führt ein Rundgang vom Museum Kauber Schiefer zu sichtbaren Spuren des Bergbaus und zum ehemaligen Betriebsgelände des Wilhelm-Erbstollens. In Neuwied öffnet das historische Bootshaus am Pegelturm seine Räume. Das Museum am Strom in Bingen beleuchtet unter anderem die Bedeutung von Brücken, Verkehr und Infrastruktur für die Entwicklung der Stadt.
Das vollständige Programm umfasst weitere Denkmäler, Führungen und Veranstaltungen. Informationen zu Öffnungszeiten, Anmeldebedingungen und Programmpunkten finden Sie unter www.tag-des-offenen-denkmals.de.

Weitere Informationen: 
Romantischer Rhein Tourismus GmbH
www.romantischer-rhein.de