Investitionen von Kreiswasserwerk und Stadtwerke Neuwied sichern Trinkwasser für Neuwied, Bendorf und die VG Asbach, Linz und Rengsdorf-Waldbreitbach

Foto: SWN/Hartwig
 Neuwied. Während die Stadt Remagen kürzlich zum Wassersparen aufrufen musste, bleibt die Trinkwasserversorgung in Neuwied und den vom Kreiswasserwerk versorgten Orten stabil. Das Engerser Feld beweist sich erneut als zuverlässige Wasserquelle für mehr als 140.000 Menschen. „100-prozentige Sicherheit gibt es trotzdem nicht“, mahnt Thomas Endres von den Stadtwerken.

Millionen-Investitionen sichern Wasserversorgung

„Die Situation in Remagen zeigt, wie wichtig eine vorausschauende Infrastrukturplanung ist", sagt Landrat Achim Hallerbach. „Das Kreiswasserwerk Neuwied hat in den letzten fünf Jahren substanziell in die Modernisierung und Verbesserung der Wasserversorgung investiert. Das zahlt sich aus." In Remagen war das Netz aufgrund ungewöhnlicher Belastung an seine Grenzen gestoßen. Die Hochbehälter konnten nicht schnell genug aufgefüllt werden, heißt es in einem Pressebericht.

Das Versorgungsgebiet des KWW umfasst die Verbandsgemeinden Asbach, Linz und Rengsdorf-Waldbreitbach. Für den Betrieb des Kreiswasserwerkes (KWW) zeichnen die Stadtwerke Neuwied (SWN) verantwortlich. Seit August 2017 beliefern die SWN zudem die Stadt Bendorf. Fast zwei Drittel des Trinkwassers beziehen Bendorfer Haushalte aus Neuwied – konkret: aus dem Engerser Feld. Während anderswo in trockenen Sommern das Wasser knapp wird, hatten SWN und KWW Neuwied bisher keine Probleme.

SWN und KWW investieren in eine moderne und resiliente Infrastruktur. Wie hier im Engerser Feld. Foto: SWN/Hartwig

Wasserschutzgebiet sichert Trinkwasserqualität

Stefan Herschbach, Geschäftsführer der Stadtwerke Neuwied, berichtet: „Das Engerser Feld hat sich selbst im extrem trockenen Sommer 2018 als zuverlässiger Lieferant bewährt. Damals haben wir 8,2 Millionen Kubikmeter Wasser in Stadt und Kreis benötigt – 400.000 Kubikmeter mehr als im Vorjahr. Zusätzlich haben wir 615.000 Kubikmeter an die Stadt Bendorf geliefert. Die Versorgungssicherheit war zu keinem Zeitpunkt gefährdet."

Ein besonderer Vorteil des Engerser Felds: Das Wasser erreicht ohne jegliche Aufbereitung Bestnoten. „Das ist in Deutschland längst nicht die Regel", erklärt Thomas Endres, SWN-Geschäftsfeldleiter. Seit 1991 unterliegt die Landwirtschaft strengen Auflagen im Wasserschutzgebiet, was sich in den Laboranalysen widerspiegelt. Neben gut 500 Einzelanalysen wird jährlich eine große Analyse durchgeführt, deren Ergebnisse auf der Website der SWN einsehbar sind.

Klimawandel bleibt Herausforderung

Trotz der aktuell stabilen Versorgungslage mahnen die Verantwortlichen zur Wachsamkeit. „Die Versorgungssicherheit ist bisher hoch, aber die künftige Entwicklung müssen wir genau beobachten", betont Thomas Endres. „Der Klimawandel und längere Trockenperioden sind Herausforderungen, auf die wir uns bestmöglich vorbereiten. Ein Versorgungsausfall kann trotzdem nie vollkommen ausgeschlossen werden." Für den Fall der Fälle sollten alle Haushalte Trinkwasser bevorraten, das empfiehlt die Stadt Neuwied unter www.neuwied.de/notfall.

Im gesamten Versorgungsgebiet von KWW und SWN wird die Infrastruktur für Trinkwasser nicht nur instandgehalten, sondern bei Bedarf ausgebaut: Größere Hochbehälter, stärkere Leitungen, neue Wasserkammern und Notfallpläne sichern die Versorgung. Weitere Investitionen folgen. Damit auch in Zukunft zuverlässig bestes Trinkwasser läuft, wann immer der Hahn aufgedreht wird.