
Oberbürgermeister Jan Einig besucht „Werhand“ in Niederbieber – Familienunternehmen mit rund 100 Beschäftigten und starkem Fokus auf eigene Ausbildung
Foto: Stadt Neuwied / Ulf Steffenfauseweh
Rund 100 Beschäftigte, darunter 17 Auszubildende und zahlreiche Gewerke unter einem Dach: Die Werhand GmbH & Co. in Niederbieber hat sich seit ihrer Gründung 1939 vom Ein-Mann-Handwerksbetrieb zu einem breit aufgestellten Familienunternehmen entwickelt. Bei einem Unternehmensbesuch informierten sich Oberbürgermeister Jan Einig und Wirtschaftsförderin Alexandra Rünz über die Entwicklung des Betriebs, die Ausbildung des eigenen Nachwuchses und aktuelle Herausforderungen.
Geschäftsführender Gesellschafter Frank Hoffmann und sein Sohn Paul gaben Einblicke in die verschiedenen Arbeitsbereiche. Das Unternehmen vereint verschiedene Gewerke von Dachdecker- und Klempnerarbeiten über Metallbau bis hin zu Sanitär-, Heizungs- und Elektrotechnik. Ein besonderes Geschäftsfeld sind Beregnungsanlagen für Sportstätten und Fußballvereine, die Werhand unter anderem für zahlreiche Bundesligisten und den heimischen Oberligist FV Engers realisiert hat.

Oberbürgermeister Jan Einig (links) und die städtische Wirtschaftsfördererin Alexandra Rünz haben die Firma Werhand in Niederbieber besucht und dabei von den beiden Geschäftsführern Paul und Frank Hoffmann viel Erfreuliches über die Situation des wohl größten Handwerksbetriebs in Neuwied erfahren. Foto: Stadt Neuwied / Ulf Steffenfauseweh
„Werhand zeigt, wie sich ein mittelständischer Handwerksbetrieb über Generationen weiterentwickeln kann“, sagte Oberbürgermeister Jan Einig. „Das Unternehmen hat immer wieder neue technische Entwicklungen aufgegriffen, sein Fachwissen erweitert und daraus neue Geschäftsfelder entwickelt.“
Einen besonderen Stellenwert hat bei Werhand die Ausbildung eigener Fachkräfte. Rund drei Viertel der heutigen Belegschaft haben im eigenen Haus gelernt, aktuell beschäftigt der Betrieb 17 Auszubildende. Trotzdem bleibt die Nachwuchsgewinnung eine Herausforderung.
Dass berufliche und akademische Qualifikation dabei kein Gegensatz sein müssen, zeigt Paul Hoffmann, der das Unternehmen inzwischen gemeinsam mit seinem Vater Frank Hoffmann führt. Er absolvierte ein triales Studium, das Berufsausbildung, Meisterqualifikation und Studium miteinander verbindet. Das von der Handwerkskammer zu Köln und der Fachhochschule des Mittelstands angebotene Modell schloss er nach rund viereinhalb Jahren ab.
Im Gespräch ging es neben Ausbildung und Unternehmensnachfolge um aktuelle Herausforderungen und die Rahmenbedingungen am Standort. Neben der Nachwuchsgewinnung beschäftigt sich die Geschäftsführung mit Digitalisierung und neuen technischen Möglichkeiten. Aufträge und Projekte werden inzwischen digital gesteuert, Arbeitszeiten und Materialeinsatz direkt den jeweiligen Baustellen zugeordnet.
Für Stadt und Wirtschaftsförderung sind regelmäßige Unternehmensbesuche ein wichtiger Baustein, um frühzeitig zu erfahren, welche Themen die ansässigen Betriebe beschäftigen. „Uns ist wichtig, einen direkten Draht zu unseren Unternehmen zu haben – und zwar nicht erst dann, wenn ein Problem entstanden ist“, betonte Einig. „Im persönlichen Austausch erfahren wir, wo Herausforderungen liegen und wo wir als Stadt unterstützen, vermitteln oder Kontakte herstellen können.“

