Kinder- und Jugendbeteiligung für Stadtentwicklungsstrategie „NeuWie?“

Foto: Nico Burkhardt
Wenn es um die Lebensqualität und Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche geht, muss sich Neuwied jetzt schon nicht verstecken – immerhin ist die Deichstadt seit 2023 erste und bislang einzige „Kinderfreundliche Kommune“ in ganz Rheinland-Pfalz. Da es aber natürlich immer noch Luft nach oben gibt und Teilhabe an politischen Prozessen und Entscheidungen einen zentralen Aspekt des Aktionsplans „Kinderfreundliche Kommune“ ausmacht, wurden gezielt auch die Kinder und Jugendlichen aus Neuwied in den Beteiligungsprozess zur neuen Stadtentwicklungsstrategie „NeuWie?“ einbezogen. Diese Gelegenheit nutzten das Kinderparlament der Geschwister-Scholl-Grundschule und die Mitglieder des Neuwieder Jugendbeirats sowie interessierte Jugendliche aus der Deichstadt und nahmen jeweils an einer Zukunftswerkstatt teil.

Mit bunter Knete und Filzstiften brachte das Kinderparlament der Geschwister-Scholl-Schule seine kreativen Ideen für die Zukunft Neuwieds zu Papier.  Foto: Nico Burkhardt

Dass im Rahmen der Stadtentwicklungsstrategie auch die jungen Neuwiederinnen und Neuwieder beteiligt werden, ist eigentlich total naheliegend – immerhin sind sie selbst Experten darin zu wissen, was junge Menschen brauchen, um sich in einer Stadt wohlzufühlen und gerne dort zu leben. Damit Neuwied für Kinder und Jugendliche auch in Zukunft lebenswert bleibt, haben die jungen Deichstädterinnen und Deichstädter viele konkrete Wünsche geäußert und Ideen für die Entwicklung Neuwieds eingebracht. In der Kinder-Zukunftswerkstatt waren insbesondere die Themen Lieblingsorte, Spiel- und Freizeitmöglichkeiten, Schulwege und Grünflächen im Fokus. Bei den Neuwieder Jugendlichen kamen vor allem die Themen Wohnraum, Berufsperspektiven, Freizeit, Sport und Kultur sowie öffentliche Räume zur Sprache.

Die Projektverantwortliche für die neue Stadtentwicklungsstrategie Alessa Strubel und Sonja Jensen, Koordinatorin der Kinderfreundlichen Kommune, freuten sich über das große Interesse der Neuwieder Kinder und Jugendlichen, die Zukunft ihrer Heimatstadt aktiv mitzugestalten. „Junge Menschen haben ganz unterschiedliche, individuelle Interessen und je nach dem Stadtteil, in dem sie leben, auch grundverschiedene Perspektiven darauf, was in Neuwied jetzt schon vorhanden ist und was ihnen vielleicht noch fehlt. Deshalb war uns auch wichtig, möglichst viele verschiedene Meinungen zu hören und Stimmen einzufangen“, machten Strubel und Jensen deutlich. In einem nächsten Schritt werden nun die in den Zukunftswerkstätten geäußerten Wünsche – genauso wie die Anregungen aus den Stadtteilwerkstätten – von den Experten von „plan-lokal“, dem Planungsbüro, das in Neuwied den Prozess hin zur neuen Stadtentwicklungsstrategie fachkundig begleitet, gesammelt und analysiert. So fließen sie in die spätere Stadtentwicklungsstrategie ein.

Wohnraum, Berufsperspektiven, Freizeit, Sport, Kultur und öffentliche Räume gehören für die Neuwieder Jugendlichen zu den wichtigsten Zukunftsthemen. Foto: Felix Banaski