Dass die Neuwieder Bürgerinnen und Bürger künftig ihre Fragen mindestens fünf Tage vor der Stadtratssitzung schriftlich einreichen müssen und diese dann von der Verwaltung auf Zuständigkeit und Zulässigkeit geprüft und gegebenenfalls in der folgenden Sitzung des Stadtrates beantwortet werden, wie in der Oktobersitzung des Neuwieder Stadtrates beschlossen, ist in der Tat besorgniserregend. Christoph Schossig von der "Ich tu's"-Fraktion trifft somit den Nagel auf den Kopf, wenn er darauf hinweist, dass der niedrigschwellige Zugang in einer Zeit zusätzlich erschwert werde, in der viele Menschen immer weniger an die Werte der Demokratie glaubten. Mit dem Stadtratsbeschluss setzt sich nämlich die überholte Vorstellung einer hierarchischen Beziehung zwischen Staat und Bürger durch. Dabei wäre eine Stärkung der Demokratie gerade im Angesicht ihres beschädigten Rufs und der Rhetorik der AfD wichtig. 

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