
15 Schulen und Bildungseinrichtungen im Landkreis Neuwied radeln fast einmal um die Welt - rund fünf Tonnen CO₂ vermieden
Foto: Melanie Lange / Stadtverwaltung Neuwied
Kreis Neuwied. Gemeinsam haben die Schulen, Kitas und weiteren Bildungseinrichtungen im Landkreis Neuwied beim diesjährigen STADTRADELN ordentlich Strecke gemacht: Rund 30.000 Kilometer kamen zusammen. Zum Vergleich: Der Erdumfang beträgt am Äquator etwa 40.075 Kilometer. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben damit also eine Strecke zurückgelegt, die etwa drei Viertel einer Erdumrundung entspricht.
Beim STADTRADELN handelt es sich um einen internationalen Fahrradwettbewerb für Kommunen. Ziel ist es, möglichst viele Menschen dazu zu motivieren, im Alltag auf das Fahrrad umzusteigen und gemeinsam möglichst viele Kilometer zu sammeln.
Dabei geht es nicht nur um den Wettbewerb: STADTRADELN möchte den Radverkehr fördern, für Klimaschutz sensibilisieren und zeigen, wie einfach nachhaltige Mobilität im Alltag funktionieren kann.
Geradelt wird innerhalb eines selbst gewählten 21-tägigen Aktionszeitraums zwischen Mai und September. Kommunen treten dabei mit ihren Bürgerinnen und Bürgern sowie unterschiedlichen Teams an. Auch Schulen und andere Bildungseinrichtungen können eigene Teams bilden und gemeinsam Kilometer sammeln.
Ausgerichtet wird die Kampagne vom Klima-Bündnis - einem europäischen Städtenetzwerk, das sich seit über 30 Jahren für Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung engagiert. STADTRADELN wird seit 2008 vom Klima-Bündnis angeboten und ist inzwischen eine internationale Kampagne.

15 Schulen und Bildungseinrichtungen im Landkreis Neuwied radelten fast einmal um die Welt und vermieden dabei rund fünf Tonnen CO₂. Foto: Melanie Lange / Stadtverwaltung Neuwied
30.000 Kilometer für den Klimaschutz
Insgesamt 15 Bildungseinrichtungen aus dem Landkreis Neuwied beteiligten sich an der Aktion. Zusammen wurden dabei rund 5 Tonnen CO₂ vermieden.
„30.000 Kilometer sind eine beeindruckende Zahl. Noch beeindruckender ist aber, wie viele Menschen dahinterstehen, die sich dafür entschieden haben, das Fahrrad zu nutzen“, betont Landrat Achim Hallerbach. „Jeder Kilometer, der mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurückgelegt wird, bedeutet Bewegung, weniger Verkehr und einen Beitrag zum Klimaschutz. Gerade bei Kindern und Jugendlichen ist es wichtig, solche Möglichkeiten zu schaffen und klimafreundliche Mobilität ganz selbstverständlich zu machen.“
Werner-Heisenberg-Gymnasium fährt auf Platz eins
Besonders erfolgreich war das Werner-Heisenberg-Gymnasium Neuwied. Mit 7.562 geradelten Kilometern sicherte sich die Schule den ersten Platz in der Wertung der insgesamt gefahrenen Kilometer. 48 aktive Radelnde trugen zu diesem Ergebnis bei.
Den zweiten Platz belegte das Rhein-Wied-Gymnasium Neuwied mit 3.718 Kilometern und 20 aktiven Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Auf Platz drei kam die Realschule plus Puderbach mit 2.968 Kilometern, die von 24 Radelnden zurückgelegt wurden.
Auch kleinere Teams ganz vorne dabei
Neben der Gesamtleistung wurde auch betrachtet, wie viele Kilometer durchschnittlich auf eine aktive Teilnehmerin beziehungsweise einen aktiven Teilnehmer entfielen. Hier konnte die Berufsbildende Schule Gewerbe und Technik Neuwied überzeugen. Die fünf aktiven Radelnden kamen im Durchschnitt auf 294 Kilometer pro Kopf.
Auf Platz zwei folgte die Landesschule für Blinde und Sehbehinderte Neuwied mit durchschnittlich 266 Kilometern pro Kopf bei neun aktiven Radelnden. Den dritten Platz erreichte die Grundschule Erpel mit durchschnittlich 222 Kilometern pro Teilnehmerin beziehungsweise Teilnehmer.
Landrat Achim Hallerbach gratuliert allen Gewinnerinnen und Gewinnern, hebt aber zugleich die Leistung aller teilnehmenden Einrichtungen hervor: „Beim STADTRADELN geht es nicht nur darum, wer am Ende ganz oben auf der Liste steht. Jeder gefahrene Kilometer zählt. Deshalb gilt mein Dank allen Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften, Beschäftigten und Familien, die mitgemacht und damit ein Zeichen für nachhaltige Mobilität gesetzt haben.“
Die Siegerehrung würdigt die erfolgreichsten Bildungseinrichtungen und soll zugleich dazu motivieren, auch nach dem STADTRADELN weiterhin möglichst häufig aufs Fahrrad zu steigen. Denn bis zur vollständigen Erdumrundung fehlten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Ende nur noch rund 10.000 Kilometer.
