MONREPOS – das Archäologische Forschungszentrum und Museum für menschliche Verhaltensevolution lädt am 6. September zum Workshop „Einkochen – Vorratshaltung von der Steinzeit bis heute“ ein.

Neuwied. (Foto: © Amelle Siegmann) -  Am 6. September ist die zertifizierte Kräuterpädagogin Amelle Siegmann von der Wildkräuterei Köln zu Gast im MONREPOS. Sie bietet Interessierten im Rahmen des Workshops „Einkochen“ praktische Einblicke in eine Art der Haltbarmachung und Lagerung von Lebensmitteln, die zu „Großmutters Zeiten“ noch gang und gäbe war, heute jedoch weitgehend in Vergessenheit geraten ist.
„Bereits in der Steinzeit mussten Menschen Wege finden, ihre Nahrung haltbar zu machen. Sie legten damit quasi den Grundstein für Omas Vorratskeller, wo Jahreszeiten, unterschiedlichste Geschmäcker und Erinnerungen in bunt gefüllten Gläsern aufeinandertrafen“, sagt Museumsleiter Dr. Frank Moseler. Er wird den Workshop mit einer kurzen Führung durch die Ausstellung „MenschlICHes VERSTEHEN“ einleiten und dabei besonders auf steinzeitliche Koch- und Konservierungsmethoden eingehen.
Anschließend zaubern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter der fachkundigen Anleitung von Amelle Siegmann mindestens fünf unterschiedliche kulinarische Schätze und nehmen nicht nur Genuss im Glas, sondern auch Wissen, Rezepte und Inspiration für die eigene bunte Vorratskammer mit nach Hause.
Selbst mitzubringen sind: 3 Schraubgläser à 200 ml, 1 Schraubglas oder Drahtbügelglas von 400-500 ml, eine Flasche von 200 ml, ein großes Schneidebrett sowie ein großes, scharfes Messer.
Im Preis enthalten sind alle Zutaten, die an diesem Tag eingekocht werden.

Termin mit verbindlicher Anmeldung: 
Samstag, 6. September, 13-17 Uhr

Wo?
MONREPOS Archäologisches Forschungszentrum und Museum für menschliche Verhaltensevolution
Schloss Monrepos, 56567 Neuwied a. Rhein.

Preis
69,- EUR p.P. 

Weitere Informationen und Anmeldung: 
Tel.: 02631 9772-0 | E-Mail: monrepos@leiza.de
monrepos.leiza.de
facebook.com/paleomonrepos


MONREPOS Archäologisches Forschungszentrum und Museum für menschliche Verhaltensevolution
MONREPOS ist Museum und Forschung zugleich. Als Außenstelle des Leibniz-Zentrums für Archäologie in Mainz (LEIZA) wird im Schloss Monrepos seit über 30 Jahren geforscht. Das Forschungszentrum ist eng mit dem Institut für Vor- und frühgeschichtliche Archäologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz verbunden. 
Wir tragen ein millionenschweres Erbe in uns: über 2,5 Mio. Jahre Evolutionsgeschichte.
Der längste und prägendste Abschnitt unserer Entwicklung vollzog sich in der frühesten Menschheitsgeschichte. Deshalb erforscht MONREPOS die Alt- und Mittelsteinzeit. Die Forschung lebt vom Miteinander, vom Fragen, Anstoßen, Diskutieren. Nicht zuletzt von der Kritik und von Toleranz. Sie braucht Neugierige, Kreative und Mutige - ob in Wissenschaft, Ehrenamt, Presse oder als Besucher. MONREPOS versteht sich als Plattform all derer, die die Entwicklung unseres Verhaltens und die frühe Menschheitsgeschichte verstehen möchten.
Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA)
Das LEIZA erforscht als Leibniz-Forschungsinstitut und -museum für Archäologie die materiellen Hinterlassenschaften aus 3 Mio. Jahren Menschheitsgeschichte. Ziel ist es, anhand archäologischer Funde und Befunde menschliches Verhalten und Handeln, menschliches Wirken und Denken sowie die Entwicklung und Veränderung von Gesellschaften aufzuzeigen und zu verstehen. Als eines von acht Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft verbindet das LEIZA exzellente Wissenschaft mit Ausstellungen und ist mit seinem Bildungsauftrag gleichzeitig ein Ort des Dialoges mit der Öffentlichkeit. Das LEIZA ist weltweit tätig und betreibt bislang erfolgreich und umfassend Forschungen in verschiedenen Regionen Afrikas, Asiens und Europas. Die einzigartige Konzentration archäologischer, naturwissenschaftlicher, restauratorischer und informationstechnologischer Kompetenzen verbunden mit bedeutenden Werkstätten, Laboren und Archiven, erlaubt es dabei, objektorientierte Forschung zur Archäologie der Alten Welt (Asien, Afrika, Europa) von den Anfängen der Menschheitsgeschichte bis in die Neuzeit zu betreiben.
Das LEIZA war bis zur Umbenennung zum 1. Januar 2023 international bekannt als Römisch-Germanisches Zentralmuseum (RGZM) und wurde im Jahr 1852 auf Beschluss der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine in Mainz gegründet. www.leiza.de