Künstler Björn Drenkwitz stellt Wandel und Vergänglichkeit dar
Einmal vergeht sie quälend langsam, ein andermal verstreicht sie wie im Fluge: Das Vergehen der Zeit ist ein Phänomen, das jedem Menschen begegnet und sich durch einen inneren Widerspruch auszeichnet. Faktisch vergeht die Zeit in perfekter Gleichmäßigkeit doch die subjektive Empfindung davon, wie lang sich eine Minute, eine Stunde oder ein Tag anfühlt, variiert in gravierendem Ausmaß. Das Vergehen der Zeit ist einer der zentralen Gegenstände der Kunst von Björn Drenkwitz. Vom 24. April bis zum 14. Juni sind diverse Werke von ihm im Rahmen der Ausstellung „Zeitabdrücke“ in der Neuwieder Stadtgalerie Mennonitenkirche zu sehen.
Zu den Markenzeichen des Frankfurter Künstlers zählt seine ungemeine Vielseitigkeit: Sein Schaffen umfasst analoge und digitale Medien gleichermaßen, sodass Besucherinnen und Besucher der "Zeitabdrücke"-Ausstellung sich auf Installationen aus den Bereichen Video, Fotografie, Sound, Skulptur, Grafik und Performance freuen dürfen. Diese Vielfältigkeit gibt dem Künstler und seiner Kunst Entfaltungsfreiheit: So gesteht Drenkwitz jedem Thema und jeder Arbeit genau das Medium zu, das ihm am geeignetsten scheint, um es möglichst authentisch abzubilden, einzufangen und darzustellen. Die interdisziplinäre Herangehensweise des Künstlers lässt eine vielschichtige Gesamterfahrung entstehen, die unterschiedliche Medien, Naturphänomene sowie historische und gesellschaftliche Bezüge auf faszinierende Weise miteinander verbindet. Die Ausstellung lädt zum Staunen, Entdecken und Eintauchen ein. Sie fordert dazu auf, die Vergänglichkeit, das Verstreichen der Zeit und deren Einwirkung auf Künstler, Beteiligte und Publikum zu spüren.
Die STADTGALERIE Mennonitenkirche, Schloßstraße 2, ist immer mittwochs bis freitags von 14 bis 18 Uhr sowie sonnabends, sonn- und feiertags von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintrittspreis für die „Zeitabdrücke“-Ausstellung beträgt 5 Euro für Erwachsene und 2 Euro für Kinder ab 12 Jahren. Für Kinder unter 12 Jahren ist der Galerie-Besuch kostenfrei. Weitere Informationen zur Ausstellung und der Stadtgalerie sind online unter www.neuwied.de/galerie erhältlich.
Fotos:
1: Ab dem 24. April zeigt die Neuwieder Stadtgalerie Mennonitenkirche die Ausstellung „Zeitabdrücke“, des Frankfurter Künstlers Björn Drenkwitz.
2: „Roter Regen“ von Björn Drenkwitz.
3: Das Werk „Ikebana WW2“ thematisiert den Zweiten Weltkrieg, indem es die Nationalblumen der beteiligten Länder in einem traditionellen japanischen Blumentopfarrangement zeigt.
Copyright: Björn Drenkwitz
