Chefarzt informiert am Donnerstag, 11. September, über das oftmals unterschätzte Risiko einer Sepsis
KOBLENZ. Der Welt-Sepsis-Tag am 13. September soll helfen, Sepsis
bekannter zu machen und so frühe Erkennung und erfolgreichere Behandlung zu ermöglichen. Oftmals kann ein harmloser Infekt oder ein kleiner Kratzer, durch den Bakterien, Viren oder Pilze unbemerkt in den Blutkreislauf gelangen, ausreichen, um eine lebensbedrohliche Entzündung auszulösen. Bei einer Sepsis handelt es sich um eine massive Abwehrreaktion des Körpers, die das eigene Gewebe und die eigenen Organe schädigen kann. Etwa 280.000 Menschen trifft es in Deutschland jährlich, jede/r Vierte stirbt sogar daran. Damit ist die Sepsis nach Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und Krebs die dritthäufigste Todesursache in Deutschland.
„Rechtzeitig erkannt ist eine Sepsis in der Regel gut behandelbar“, sagt Prof. Dr. med. Samir Sakka, Chefarzt der Intensivmedizin im Kemperhof und im Ev. Stift St. Martin in Koblenz. Das Problem: Die ersten Anzeichen sind so unspezifisch, dass Laien nicht sofort an eine lebensbedrohliche Erkrankung denken. So gehören etwa Fieber, Schüttelfrost, erhöhter Puls, ein niedriger oder abfallender Blutdruck sowie Atemnot zu vielen verschiedenen Krankheitsbildern. Und: Der oftmals als typisches Anzeichen angesehene schmerzhafte rote Strich, der von einer Wunde aus in Richtung des Herzens verläuft, muss bei einer Sepsis nicht zwingend auftreten.
„Eine Sepsis ist immer ein medizinischer Notfall“, betont Sakka. „Beim geringsten Verdacht sollte sofort eine Ärztin oder ein Arzt kontaktiert werden.“ Fragen zu diesem wichtigen Thema beantwortet der Experte in einer Telefonsprechstunde am Donnerstag, 11. September, zwischen 17 und 18 Uhr persönlich unter 0261 499-2022.
Die Telefonsprechstunde ist ein Angebot aus der Informationsreihe „Patienten fragen – GK-Mittelrhein antwortet“. Eine fortlaufende aktualisierte Übersicht aller Themen und Termine dieser Reihe gibt es online unter der Rubrik „Veranstaltungen“ auf www.gk.de.