Drei Führungen zeigen besondere Seiten der Neuwieder Stadtgeschichte
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Barocke Architektur, gelebte Religionsfreiheit und die dunkleren Kapitel der Stadtgeschichte: An zwei Sonntagen im Oktober können Interessierte Neuwied aus ganz unterschiedlichen Perspektiven kennenlernen. Die Tourist-Information lädt am 18. und 25. Oktober zu insgesamt drei öffentlichen Führungen ein. Dabei führen die Rundgänge durch das Herrnhuterviertel, zu den Spuren verschiedener Religionsgemeinschaften und an Schauplätze früherer Verbrechen und Unglücke.
Den Auftakt macht am Sonntag, 18. Oktober, um 14 Uhr eine Führung durch das Herrnhuterviertel. Das historische Karree zwischen Engerser, Pfarr-, Langendorfer und Friedrichstraße zählt mit seiner barocken Architektur zu den markantesten Vierteln der Deichstadt. Während des rund anderthalbstündigen Rundgangs erfahren die Teilnehmenden mehr über die Geschichte der Herrnhuter Brüdergemeine und besuchen unter anderem die Herrnhuter Kirche, die Katakomben und das Roentgen-Haus. Treffpunkt ist vor der Herrnhuter Kirche.
Eine Woche später, am Sonntag, 25. Oktober, stehen gleich zwei Rundgänge zur Wahl. Um 14 Uhr startet vor dem Neuwieder Schloss die Führung zu historischen Kirchen und Religionsgemeinschaften. Bereits seit Mitte des 17. Jahrhunderts zog die in Neuwied gewährte Religionsfreiheit Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen in die Stadt. Auf dem rund anderthalbstündigen Weg lernen Interessierte verschiedene Gotteshäuser und das Mahnmal der ehemaligen Synagoge kennen. Dabei erfahren sie mehr über die Geschichte der Glaubensgemeinschaften sowie über Gemeinsamkeiten und Unterschiede ihrer religiösen Traditionen.
Ebenfalls um 14 Uhr schlägt die zweite Führung eine deutlich düsterere Seite der Neuwieder Geschichte auf. Bei „Auf alten Spuren mit Schauplätzen des Verbrechens“ werden Straßen und Plätze zu Zeugen vergangener Kriminalfälle und Unglücke. Auf dem rund eine Stunde und 45 Minuten langen Spaziergang hören die Teilnehmenden Geschichten über falsches Geld, folgenschwere Ereignisse auf den Schienen und Verbrechen, die sich mitten in der Deichstadt ereigneten. Dabei zeigt sich, dass sich hinter manch unscheinbarem Ort eine überraschende Geschichte verbirgt. Treffpunkt ist am Neuwieder Bahnhof, am Eingang des Brauhauses.
Für alle drei Führungen zahlen Erwachsene jeweils 6 Euro, Kinder von 6 bis 14 Jahren 4 Euro. Die Teilnehmerzahl ist jeweils auf 25 Personen begrenzt. Eine Anmeldung ist bis spätestens zwei Tage vor dem jeweiligen Termin telefonisch unter 02631 802 5555 oder per E-Mail an tourist-information@neuwied.de erforderlich. Weitere Informationen gibt es unter www.neuwied.de/fuehrungen.
