
Restarbeiten auch im laufenden Betrieb möglich
30.04.2026 Foto: Maxie Meier/SWN
Neuwied. Das „Deichherz“, die neue Veranstaltungshalle für die Stadt Neuwied, kann ab sofort genutzt werden. Damit haben die Stadtwerke Neuwied (SWN) in der Rekordzeit von nur acht Monaten in der Museumstraße einen Ersatz für das geschlossene Heimathaus geschaffen.
„Es ist immer wieder ein Segen, dass wir uns auf die SWN verlassen können“, erklärt Oberbürgermeister Jan Einig. „Was in vielen anderen Städten Realität ist, eine fehlende Veranstaltungshalle, hätte ich mir für unsere Stadt nicht vorstellen können. Und nicht vorstellen wollen.“
Strahlende Gesichter gab es logischerweise beim Fototermin mit dem Stadtvorstand, SWN-Geschäftsführer Stefan Herschbach und Bauleiter Thomas Endres. Letzterer hat doppelten Grund zum Aufatmen. Endres leitete die Bauarbeiten für den familienfreundlichen Anbau an der Deichwelle, der einen Monat zuvor übergeben wurde. Welcher Bau hat mehr Nerven gekostet? Endres lacht: „Darüber mache ich mir vielleicht Gedanken, wenn auch die letzten Arbeiten erledigt sind.“ Wichtig war die zuletzt erfolgte Aufschaltung der Brandmeldeanlage: „Das ist ein international tätiges Unternehmen und wir waren froh, dass wir zeitnah einen Termin bekamen“, so Endres.

Welche Stadt kann von sich behaupten, innerhalb von acht Monaten eine Veranstaltungshalle zu bauen? Neuwied! Baustart für das Deichherz war im September, das Wetter und alle Firmen haben mitgespielt und nun freuen sich (v.l.) Bauleiter Thomas Endres, SWN-Chef Stefan Herschbach, OB Jan Einig, Beigeordneter Ralf Seemann und Bürgermeister Peter Jung. Foto: Maxie Meier/SWN
Doch auch wenn die Halle jetzt schon nutzbar ist, stehen einige Arbeiten noch aus. Details, die aber im laufenden Betrieb erledigt werden können. Insgesamt sei das Zusammenspiel sehr gut gewesen: „Das Deichherz ist eine sehr multifunktionale Halle, die für einen längerfristigen Betrieb gebaut wurde und für Veranstaltungen alle notwendigen Optionen bietet. Ich glaube, das ist uns schon sehr gut gelungen.“
Da wird SWN-Chef Stefan Herschbach schon deutlicher: „Ich denke, dass alle Beteiligten schon Grund haben, stolz zu sein. Hätten wir eine ´normale´ Planung gehabt, wäre die Bauzeit sicher deutlich länger ausgefallen. Aber hier war bei jedem Schritt der nächste vorbereitet.“ Er dankt dem Bau- und dem Rechtsamt sowie den Firmen, von denen einige aus Neuwied kommen, für ihre Flexibilität. Man höre oft von Projekten, dass Ausflüchte gesucht werden, warum etwas nicht geht. „Hier war es umgekehrt und alle haben gesagt: Wir finden einen Weg, weil die Stadt die Halle braucht.“ Das sieht auch der OB so: „Darüber haben wir oft gesprochen. Wir dürfen uns auf die Veranstaltungen freuen und dass die SWN das ermöglicht haben. Die Halle zeigt aber auch, was in Neuwied geht. Das hat uns an das Sprichwort erinnert: ´Wer nicht will, findet Gründe. Wer will, findet Wege.´ Das ist ein gutes Signal, das von unserem Neuwied ausgeht.“

