Über Graue-Flecken-Förderprogramm wird Kreis Neuwied mit zukunftsfähiger Breitbandinfrastruktur fast flächendeckend versorgt werden

Kreis Neuwied. „Der Kreis Neuwied zählt zu den wirtschaftsstärksten Landkreisen in Rheinland-Pfalz und wir arbeiten daran, dass es so bleibt. Eine moderne Breitband-Infrastruktur ist für die Zukunftssicherung unseres überwiegend ländlich geprägten Landkreises und aus gesamtwirtschaftlicher Sicht ein entscheidender Standortfaktor. Der geförderte Breitbandausbau ist für unsere perspektivische Positionierung wegweisend“. Von Beginn an forciert Landrat Achim Hallerbach die Ausbaupläne und die Umsetzung entsprechender Maßnahmen zur flächendeckenden Versorgung des gesamten Landkreises Neuwied mit schnellem Internet im Rahmen des Graue-Flecken-Förderprogramms. Mit Erfolg, denn dazu gibt es nun gute Aussichten:
Die Muenet GmbH wird über das Förderprogramm über 6.279 Adressen ausbauen. Davon wurden bisher rund 4.500 Hausanschlüsse hergestellt, was einer Quote von 72 Prozent entspricht. Die Aktivierung der Anschlüsse, also die Möglichkeit, diese zu buchen und zu nutzen, wird nach Unternehmensangaben demnächst starten. Dazu wurden bisher 201 Kilometer Glasfaser von insgesamt voraussichtlich 262 Kilometern verlegt. Vom avisierten Gesamtvolumen wurden also bereits 76 Prozent realisiert.

Der Abschluss der Maßnahmen der Muenet, die den Breitbandausbau im Rahmen des Graue-Flecken-Programms im Landkreis Neuwied in den Verbandsgemeinden Linz, Asbach, Bad Hönningen, Unkel und Dierdorf vornimmt, ist für den 30. September 2026 geplant. 
In der Stadt Neuwied baut die Telekom über die GlasfaserPlus GmbH gemäß Förderprogramm aus. Sie hat der Kreisverwaltung nunmehr mitgeteilt, dass sie im Juli dieses Jahres mit dem geförderten Ausbau in der Stadt Neuwied beginnen wird. Dabei handelt es sich lediglich um 64 Adressen. 
Unterstützt wird der Ausbau der Breitband-Infrastruktur durch Investitionsbeihilfen: Da der Bund dahingehend 50 Prozent der Gesamtsumme übernimmt und das Land 40 Prozent beisteuert, bleibt für die Kommunen ein Eigenanteil von zehn Prozent der Gesamtkosten, zuzüglich der Beraterkosten, aufzubringen.
Alle Maßnahmen beinhalten die Anbindung von unterversorgten Haushalten und von sogenannten sozioökonomischen Schwerpunkten wie etwa Schulen, Krankenhäuser sowie kleine und mittelständige Unternehmen in den Verbandsgemeinden Asbach, Bad Hönningen, Dierdorf, Linz am Rhein, Unkel sowie der Stadt Neuwied.
Demgegenüber nehmen die Ortsgemeinden der Verbandsgemeinden Puderbach und Rengsdorf-Waldbreitbach deshalb nicht am aktuellen Förderprogramm teil, weil es dort seit Längerem entsprechende Eigenausbau-Erklärungen privater Telekommunikations-Unternehmen gibt.
„Wir schätzen uns glücklich mit der Aussicht, unserer Bevölkerung wie auch unseren Firmen bald eine leistungsstarke und moderne Internetverbindung vorhalten zu können. Mit dem Ausbau auf ein Mindestmaß von 100 Mbit/s wird der Landkreis Neuwied eine Grundlage für eine erfolgreiche digitale Zukunft schaffen“, ist Landrat Achim Hallerbach zufrieden. Als bundesweit einer der ersten Landkreise überhaupt hatte Neuwied bereits im Jahr 2018 das Förderprogramm „weiße Flecken" abgeschlossen. In diesem Zuge wurden auch die Schulen im Landkreis bis 2020 erfolgreich mit Glasfaseranschlüssen angebunden.