Positive Entwicklungen aus Städtebauförderung sollen langfristig gesichert werden

Foto: Stadt Koblenz/Johannes Kuhl
Wie soll sich Neuendorf in den kommenden Jahren weiterentwickeln – und was muss erhalten werden, damit der Koblenzer Stadtteil lebendig und lebenswert bleibt? Mit diesen Fragen beschäftigten sich zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner im Rahmen des bundesweiten „Tags der Städtebauförderung“. Ihre Ideen brachten sie direkt vor Ort ein.

Auf dem Kirchplatz vor der Kirche St. Peter wurde an verschiedenen Stationen diskutiert, bewertet und gesammelt: Welche Maßnahmen der „Sozialen Stadt Koblenz-Neuendorf“ haben sich bewährt? Wo besteht noch Handlungsbedarf? Und welche Ideen sollen Neuendorf weiterbringen? Bei Kaffee und Kuchen bot die Veranstaltung Raum für intensive Gespräche. 

Beim Tag der Städtebauförderung wurde auf dem Kirchplatz vor der Kirche St. Peter in Neuendorf unter anderem diskutiert, welche Maßnahmen der „Sozialen Stadt Koblenz-Neuendorf“ sich bewährt haben. Foto: Stadt Koblenz/Antje Müller

Das Städtebauförderprojekt läuft seit 2014 und befindet sich in der letzten Phase der Förderung. In den vergangenen Jahren konnten viele positive Entwicklungen im Stadtteil angestoßen und umgesetzt werden. Dazu zählen bauliche Maßnahmen ebenso wie soziale und gestalterische generationsübergreifende Projekte, die über den Verfügungsfonds unterstützt wurden. Auch das Stadtteilmanagement hat sich als wichtige Anlaufstelle im Quartier etabliert und wesentlich zur positiven Entwicklung beigetragen.

Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die Stadt Koblenz derzeit intensiv mit der Frage, wie die erreichten Fortschritte auch nach dem Ende der Förderung nachhaltig gesichert werden können. Bereits im Vorfeld fanden hierzu Workshops mit beteiligten Fachabteilungen der Stadtverwaltung und der Koblenzer Wohnbau statt, auch soziale Akteure im Stadtteil wurden befragt.

„Die Ergebnisse der Beteiligung am Tag der Städtebauförderung werden nun ausgewertet und in ein Verstetigungskonzept überführt“, erklärt Stadtteilmanager Johannes Kuhl vom Büro STADT BERATUNG Dr. Sven Fries. „Das Konzept soll Empfehlungen für die Zeit nach dem Ende der Förderung bündeln und im Herbst dem Stadtrat vorgestellt werden“, so Kuhl weiter. Damit fließen die Anregungen aus dem Stadtteil in die weiteren Entscheidungen zur Entwicklung Neuendorfs ein. Das fertige Konzept wird anschließend auf der Projektwebsite www.sozialestadt-koblenz-neuendorf.de veröffentlicht – und zeigen, wie die Ideen aus dem Stadtteil weiterwirken.

Bewohnerinnen und Bewohner konnten im Rahmen des Tags der Städtebauförderung ihre Ideen auf dem Kirchplatz vor der Kirche St. Peter in Neuendorf direkt vor Ort einbringen. Foto: Stadt Koblenz/Johannes Kuhl