[Ahrweiler, Niederzissen / Fotos: Anna Feuerpeil] – Unmittelbar nach einem weiteren Beratungsgespräch zwischen Arbeitgeber, Betriebsrat und der Gewerkschaft IG Metall am 23.02.2026 ist immer noch kein Ziel in Sicht. Das Zeitfenster, welches sich die Parteien gegeben haben, eine Lösung bis Ende März zu finden, schließt sich langsam. Daher erhöht die IG Metall mit ihren Mitgliedern am Standort den Druck! Die IG Metall hat den Arbeitgeber zu Verhandlungen über einen Sozialtarifvertrag aufgefordert und die Mitglieder zu einem Warnstreik am 25.02.2026 aufgerufen.

Um 5 vor 12 Uhr startete ein Autokorso von 100 Autos mit Beschäftigten des ZF-Standortes am alten Werk in der Max-Planck-Straße in Ahrweiler. Das Ziel war der fertiggestellte Neubau des ZF-Werkes in Niederzissen. Unter dem Motto „Wir alle sind ZF Ahrweiler – Für 200 Industriearbeitsplätze in der Region“, forderten die Mitarbeiter Verantwortung vom Management! 

Vor dem Eingang des neuen Werkes machten die Teilnehmer nochmals beeindruckend den Grund für ihre Aktion deutlich. Michael Quirmbach, Betriebsratsvorsitzender ZF Ahrweiler, betonte nochmals die unzähligen Zusagen und Versprechen des Managements für den Umzug. 
Sebastian Hebeisen, DGB Geschäftsführer Region Koblenz, bewunderte nochmal den Einsatz dieser motivierten Belegschaft: „Ihr habt den Laden nach der Flut schnell wieder fit gemacht, da war um euch herum noch gar nicht an Arbeit zu denken, da ist bei euch schon wieder die Produktion gelaufen. Dieser Zusammenhalt, diese Solidarität ist eure Stärke.“ Auch Verbandsbürgermeister Johannes Bell fand deutliche Worte: „Wir stehen hier vor einem leeren Gebäude, das ist ein unhaltbarer Zustand. Jetzt liegt es an ZF! Es geht hier nicht nur um Zahlen, es geht um euch, eure Familien, eure Arbeitsplätze und da ist es ein Unding euch so lange hinzuhalten.“

Begleitet wurden die Redebeiträge von einer Aktion der IG Metall Mitglieder, die mit einem Rammbock bewaffnet, unter dem Aufruf „Wir wollen hier rein!“ auf den Eingang ihres Werkes zuliefen. Nun schauen alle gespannt auf den nächsten Termin am 6. März, in dem ein Eckpunktepapier erarbeitet werden soll. 

„Aktuell ist noch Zeit diese herausfordernde Aufgabe gemeinsam zu lösen. Die Mitglieder sind entschlossen für ihre Zukunft in Niederzissen zu kämpfen.“, so Markus Eulenbach, Geschäftsführer der IG Metall Neuwied.