
Foto: Stadt Koblenz/Andreas Egenolf
Die 500 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg, die am Gründonnerstag in Koblenz im Rahmen von Baggerarbeiten im Rhein im Bereich der Pfaffendorfer Brücke gefunden wurde, konnte durch den Kampfmittelräumdienst am Mittwoch erfolgreich entschärft werden.
Da eine Entschärfung am Fundort eine Evakuierung von rund 16.000 Menschen erfordert und weite Teile der städtischen Infrastruktur eingeschränkt hätte, wurde entschieden, das Baggerschiff mit der Fliegerbombe in den Gülser Moselbogen zu verlegen. Diese Maßnahme hatte sich bereits im vergangenen Jahr bei einem gleich gelagerten Blindgängerfund an der Pfaffendorfer Brücke im April 2025 bewährt.

Sascha Hummrich (rechts) und Marco Ofenstein (links) vom Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz verluden die Bombe nach der erfolgreichen Entschärfung vom Baggerschiff an Land. Foto: Stadt Koblenz/Andreas Egenolf
Am Mittwochmorgen mussten im Radius von 1000 Metern um den Entschärfungsort rund 1100 Personen in den Stadtteilen Lay und Güls bis 8.30 Uhr ihre Häuser und Wohnungen verlassen.
Die Evakuierung verlief weitgehend nach Plan. Lediglich drei Personen mussten durch gutes Zureden zum Verlassen des Evakuierungsbereiches bewegt werden.
Nach Freigabe des gesicherten Areals um 9.45 Uhr konnte der Kampfmittelräumdienst auf dem Baggerschiff auf der Mosel, auf dem der Blindgänger seit Donnerstag lagerte, seine Arbeit aufnehmen. Um 10.11 Uhr kam die Meldung, dass die Bombe erfolgreich entschärft wurde.

Die am 8. April im Gülser Moselbogen entschärfte amerikanische 500-Kilogramm-Fliegerbombe vor ihrer Verladung durch den Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz. Foto: Stadt Koblenz/Andreas Egenolf
An der Entschärfung waren rund 200 Einsatzkräfte beteiligt.
Bürgermeisterin Ulrike Mohrs lobte den Ablauf des Einsatzes und erklärte: „Ich danke allen, die heute zur erfolgreichen Entschärfung der Weltkriegsbombe beigetragen haben. Dank der wiederholt guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Behörden und Organisationen konnten wir einen reibungslosen Ablauf der Maßnahme gewährleisten. Mein besonderer Dank gilt außerdem den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern in den Stadtteilen Güls und Lay für ihre erneute Geduld und ihr Verständnis. Dieses Ereignis zeigt wieder einmal mehr, wie stark der gesellschaftliche Zusammenhalt in unserer Stadt ist.“

Sascha Hummrich (links) und Marco Ofenstein vom Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz (rechts) sorgten für die erfolgreiche Entschärfung der amerikanischen Fliegerbombe in Koblenz. Foto: Stadt Koblenz/Andreas Egenolf

