Zwischen Glitzerwelt und Realität: Ausstellung „Doris Lenz: Kindsein – Spurensuche“ im Roentgen-Museum Neuwied

plakatbild.jpg: Manfred Bogner / Doris Lenz
Installationskunst und Malerei beleuchten anrührende und mitunter schmerzhafte Facetten der Kindheit

Neuwied. Landrat Achim Hallerbach und Museumsleiterin Jennifer Stein eröffnen am Samstag, 25. Februar 2026, um 15 Uhr die neue Sonderausstellung „Kindsein – Spurensuche“ der Rheinbreitbacher Künstlerin Doris Lenz im Roentgen-Museum Neuwied.

In eindringlichen Bildern, Installationen und Objekten legt Doris Lenz offen, was ihre künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Kindheit zutage fördert: Kindheit zeigt sich in der heutigen Gesellschaft als ein Spannungsfeld voller Gegensätze und widersprüchlicher Erwartungen. Sie bewegt sich zwischen glitzernder Fantasiewelt und dem oft grauen Alltag vieler Familien, zwischen Förderdruck und Bildungslücken, zwischen Machtmissbrauch und Mitbestimmung, zwischen nostalgischer Verklärung und wachsenden Zukunftsanforderungen.

plakatbild.jpg: Manfred Bogner / Doris Lenz

Dabei bedient sich die Künstlerin bewusst keiner festen Stilrichtung, sondern nutzt vielfältige künstlerische Ausdrucksformen. Mit großer Sensibilität gelingt es ihr, ein emotional vielschichtiges Thema offen und zugleich zugänglich zu behandeln. Ihre Arbeiten machen deutlich: Kindsein bedeutet, intensiv zu erleben. Erfahrungen, soziale Prägungen, Bildungswege sowie gesellschaftliche und historische Einflüsse wirken ein Leben lang nach – im Positiven wie im Negativen.

Die Ausstellung geht zentralen Fragen nach: Was macht Kindheit aus? Wie prägen Familie, Gesellschaft, Tradition und Religion unser Aufwachsen? Welche Spuren hinterlassen Erfahrungen von Autorität, Macht und Ohnmacht? Auf eindrückliche Weise macht „Kindsein – Spurensuche“ diese Aspekte sichtbar und erfahrbar und lädt zu einem offenen, generationenübergreifenden Austausch über gelingende Kindheit ein.

Begleitend zur Ausstellung bietet die Künstlerin ein umfangreiches Bildungsprogramm für unterschiedliche Altersgruppen an.
Die Vernissage wird musikalisch von Leo Zaric an der Harfe gestaltet. Die Einführung hält die Museumspädagogin Irina Wistoff.

Schlagende Argumente - Bild: Doris Lenz

Ausstellungsdauer: 
25.04. – 14.06.2026

Begleitprogramm
Sonntag 03.05.2026 15.00 Uhr
Erzählcafe „Meine Kindheit – deine Kindheit“ mit Museumsleiterin Jennifer Stein und
Künstlerin Doris Lenz, generationenübergreifender Austausch über erlebte Kindheit

Sonntag 31.05.2026 15.00 Uhr
Autorinnenlesung mit Marianne Troll „das kind – geschichten von früher“

Samstag 06.06.2026 zwischen 15 und 17 Uhr
Mitmach-Kunstaktion „Einen Koffer für das Leben packen“ mit Irina Wistoff

Sonntag 14.06.2026 14.30 Uhr
Öffentliche Finissage-Führung

Weitere Führungen und Bildungsangebote für Kindertagesstätten, Schulen und andere Gruppen buchbar.
 

Seelengefährten-  Bild: Doris Lenz