Digitale Tore zur Geschichte und Kultur einer Region: Regionalportale

Foto: Michael Schmidt
Rheinland-Pfalz/Koblenz. Mit nur einer Suchanfrage kostenfrei Informationen zu einer Region online finden – Regionalportale machen dies möglich. Sie bieten Grundlegendes und Hintergründiges zu Orten, Persönlichkeiten, Bauwerken, Literatur und zu vielem anderen mehr. Expertinnen und Experten der Arbeitsgemeinschaft deutschsprachiger Regionalportale (AG Regionalportale) kennen sich mit dem Betrieb solcher Portale aus. Sie trafen sich zu einer gemeinsamen Tagung vom 27. bis 29. April 2026 im Landesbibliothekszentrum in Koblenz und erkundeten bei dieser Gelegenheit auch die Region.

Sowohl geschichtlich als auch kulturell oder touristisch Interessierte werden in den Regionalportalen fündig. Für die Forschung und Wissenschaft haben sich die Portale als wichtige Quellen etabliert. Visualisierungen wie 3D-Objekte, Videos, virtuelle Ausstellungen bis hin zu digitalisierten mittelalterlichen Handschriften machen die Inhalte erlebbar.

Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft deutschsprachiger Regionalportale kamen zu einer Tagung im Landesbibliothekszentrum Koblenz zusammen.  Foto: Michael Schmidt

Das Gastland Rheinland-Pfalz präsentierte bei der Tagung Ende April seine Portale kuladig.de, regionalgeschichte.net (Mainzer Institut für geschichtliche Landeskunde), apertus.rlp.de (Landesarchivverwaltung RLP) sowie dilibri.de (Digitalisierungsportal des Landesbibliothekszentrums RLP). Auf dem Programm stand neben Vorträgen vor allem auch der Austausch zu neuen Portalen und Entwicklungen, wie z.B. zum Einsatz von KI.

Mitglieder der AG Regionalportale sind Institutionen, die sich mit Regional- oder Landesgeschichte bzw. Landeskunde befassen. Sie profitieren in der Gemeinschaft vom gegenseitigen Wissenstransfer und der Vernetzung.

Die AG Regionalportale bei ihrer Tagung im Landesbibliothekszentrum Koblenz.  Foto: Michael Schmidt

„Es war uns eine besondere Freude, in diesem Jahr Gastgeber für die Tagung der AG Regionalportale zu sein“, so Hans-Günter Scheer, kommissarischer Leiter des Landesbibliothekszentrums Rheinland-Pfalz. „Wir erfüllen mit unseren Landesbibliotheken in Koblenz und Speyer einen landeskundlichen Auftrag und bewahren in den LBZ-Bibliotheken kulturelles Erbe. In Zusammenarbeit mit anderen Institutionen haben wir früh damit begonnen, unsere regionalkundlichen Angebote über das Internet verfügbar zu machen und gehören damit zu den Vorreitern auf diesem Gebiet. Dazu zählen die Rheinland-Pfälzische Bibliographie (RPB), die Rheinland-Pfälzische Personendatenbank (RPPD) und das Digitalisierungsportal Dilibri“, führt Scheer weiter aus. „Daher wissen wir aus eigener Erfahrung, wie wichtig und hilfreich Kooperationen und der Austausch in diesem Bereich sind.“

Kulturprogramm: Besuch der Marksburg in Braubach. Foto: Michael Schmidt

Dr. Katharina Beiergrößlein, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Regionalbibliotheken und Stellvertreter Florian Sepp freuen sich über den gelungenen Verlauf der Veranstaltung: „Wir freuen uns sehr, dass wir dieses Jahr im Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz zu Gast sein durften. Um mit unseren Portalen und Angeboten technisch und inhaltlich aktuell bleiben zu können, ist der regelmäßige kollegiale Austausch über neue Entwicklungen, Trends, aber auch Herausforderungen entscheidend für uns. Diese Möglichkeit zur Vernetzung und voneinander zu lernen hat uns das LBZ in wunderbarer Weise geboten.“

 

Regionales durfte auch beim kulturellen Programm der Tagung nicht fehlen: So erkundeten die Gäste bei einer Führung die Stadt Koblenz und besichtigten im UNESCO-Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal die Marksburg in Braubach.

 

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